Veröffentlichungen des ZLB

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Aktuelle Veröffentlichungen

Aktuelle Veröffentlichungen

Publikationen

  • Güldener, Torben / Driesner, Ivonne / Arndt, Mona / Radisch, Falk (2019):  Studienverlaufsstatistiken als Instrument der Hochschulentwicklung und -forschung in Deutschland. In: Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (Hrsg.): Beiträge zur Hochschulforschung. Heft 2, 2019. S. 72-83.
  • Radisch, Falk / Driesner, Ivonne / Arndt, Mona / Güldener, Torben / Czapowski, Janek / Petry, Martin / Seeber, Anne-Marie (2018): Abschlussbericht Studienerfolg und -misserfolg im Lehramtsstudium.

Vorträge

  • Arndt, Mona / Driesner, Ivonne / Radisch, Falk (2019): Bedarfsprognosen in Zeiten des Lehrkräftemangels. Vortrag im Rahmen der Tagung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) vom 16.-18.09.2019, Münster. (Erstautor*in ist Vortragende*r)
  • Driesner, Ivonne / Arndt, Mona / Radisch, Falk (2019): Seiten- und Quereinstieg in den Schuldienst. Ein bundesweiter Überblick. Vortrag im Rahmen der Tagung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) vom 16.-18.09.2019, Münster. (Erstautor*in ist Vortragende*r)
  • Radisch, Falk / Güldener, Torben: Studienverlaufsstatistiken als Teil des Qualitätsmanagements an Hochschulen: Vortrag im Rahmen der Tagung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) vom 16.-18.09.2019, Münster. (Erstautor*in ist Vortragende*r)

Posterbeiträge

  • Arndt, Mona / Driesner, Ivonne / Güldener, Torben / Radisch, Falk (2018): Dem schwindenden Lehrerinnen- und Lehrernachwuchs auf der Spur. Hinweise mittels Studienverlaufsbetrachtung. Poster im Rahmen der Tagung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) vom 24.-26.09.2019, Lüneburg. (Erstautor*in ist Vortragende*r)
  • Vatterrott, Anja / Driesner, Ivonne (2019): Bildungsungleichheit im ländlichen Raum als Spiegel demographischer Entwicklungen. Poster im Rahmen der Jahrestagung 2019 der Deutschen Gesellschaft für Demographie (DGD) vom 13.-15.3.2019, Bamberg. (Erstautor*in ist Vortragende*r)
Archiv
Wie die Lehrer*innenbildung nach Rostock kam…

Wie die Lehrer*innenbildung nach Rostock kam…

Die Lehrer*innenbildung in Rostock kann wie vielerorts auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken und hat sich im 20. Jahrhundert rasant entwickelt. Der Weg zur universitären Ausbildung der Lehrer*innen, wie wir sie heute kennen, war dennoch nicht immer ein geradliniger.  

Bereits während der Weimarer Republik war die akademische Ausbildung der sogenannten „Lehrerschaft“ Teil der Verfassung. Die zuvor ausbildenden „Lehrerseminare“ und die darauf vorbereitenden „Präparandenschulen“ wurden in diesem Zuge geschlossen. Ersetzt wurden sie vom Pädagogischen Institut. Grundvoraussetzung für die Aufnahme, wie noch heute üblich, war die bestandene Abiturprüfung.

Die Eröffnung des Pädagogischen Instituts in Rostock erfolgte am 27.04.1926. Zugelassen wurden ab 1927 nur Absolvent*innen, die zuvor die landesweiten Lehranstalten besucht hatten. Trotz dessen die Lehrerbildung von Lübtheen und Neukloster nach Rostock verlagert wurde, blieb ihr die Ankopplung an die Landesuniversität verwehrt, obgleich dies bereits durch die Reichsverfassung gefordert worden war. Das Pädagogische Institut wurde daher als eigenständige Einrichtung aufgebaut und von der Universität getrennt geführt.

Ab April 1928 wurde der Großteil der Dozenten, die in einem Gebäude auf dem Vogelsang, dem ehemaligen ritterschaftlichen Archiv, lehrten, zu Professoren ernannt.

Der damals vorherrschenden Meinung nach waren die ausgebildeten Volksschullehrer*innen mehr Erzieher*innen als Bildungsvermittler*innen. Diesen Zustand versuchte das Pädagogische Institut aufzubrechen: Die fachwissenschaftliche Ausbildung rückte vermehrt in den Fokus. Hinzu kamen die methodischen, pädagogischen und schulpraktischen Unterweisungen. Damit unterschied sich die Ausbildungsweise vom Großteil der übrigen preußischen Lehrerbildungsakademien. Möglich war dies, weil die Einrichtung der pädagogischen Ausbildung in Länderhand blieb, obwohl sie auf dem Reichstag verabschiedet wurde.

Die Ausbildung am Rostocker Pädagogischen Institut dauerte zwei Jahre. Bemerkenswert ist auch, dass die Mehrheit der Lehrer*innen für Schulen vorbereitet wurden, die ein bis zwei Klassen mit unterschiedlichen Altersstufen umfassten. Daher setzte die fachwissenschaftliche Ausbildung auf jeweils ein naturwissenschaftliches und ein geisteswissenschaftliches Fach. Praktische Stunden und Hospitationen waren ebenso Teil der Ausbildung. Die enge Verknüpfung mit der Schulpraxis war somit bereits vor dem Zweiten Weltkrieg ein Thema in der Lehrer*innenbildung.

Von den insgesamt 15 Akademien, die in der Weimarer Zeit entstanden, wurden etliche bis 1932 auf Grund fehlender finanzieller Mittel geschlossen. Der Standort Rostock blieb bestehen und wurde, wie viele andere Institute unter nationalsozialistischer Herrschaft, zur Hochschule für Lehrerbildung umbenannt. Bis 1932 besuchten insgesamt 310 Studierende das Pädagogische Institut auf dem Vogelsang.

An den Hochschulen wurde sich gemäß der Richtlinien zur Ausbildung der „Lehrerschaft“ auf die Erziehung im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie konzentriert. Spätestens mit Kriegsbeginn wurden erste Hochschulen aufgrund zurückgehender Immatrikulationen geschlossen oder durch Lehrerbildungsanstalten ersetzt.

Nach Kriegsende, am 24.02.1946 – Mecklenburg war Teil der sowjetischen Besatzungszone – wurde die Universität Rostock wiedereröffnet. Die Lehrer*innenbildung wurde – vertreten durch die Pädagogische Fakultät – Teil der Universität.

Im Rahmen des zehnjährigen ZLB-Jubiläums wurde die Geschichte der Lehrerbildung ab 27. Mai 2019 mit der dazugehörigen Posterausstellung im 1. Obergeschoss des Universitätshauptgebäudes ausgestellt. Anschließend zog die Ausstellung in die Räumlichkeiten des ZLBs.

 

Gemeinsam für eine gute Lehrerbildung (Tagungsband zum 9. Bundeskongress der Zentren für Lehrerbildung 2016 in Rostock)

Gemeinsam für eine gute Lehrerbildung (Tagungsband zum 9. Bundeskongress der Zentren für Lehrerbildung 2016 in Rostock)

Prof.in Dr.in Carolin Retzlaff-Fürst / Katrin Bartel / Dörte Wolter (Hrsg.)

„Gemeinsam für eine gute Lehrerbildung“, unter diesem Thema fand am 14./15. Juli 2016 der neunte Bundeskongress der Zentren für Lehrerbildung in Rostock statt. Vertreter*innen der Lehrer*innenbildung aus der ganzen Bundesrepublik sowie aus der Schweiz und Österreich diskutierten dabei vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen der Schulpraxis über Zukunftsperspektiven und Handlungsmöglichkeiten der Zentren für Lehrer*innenbildung und Schools of Education. Der Bundeskongress bot den Teilnehmer*innen die Möglichkeit zwei Fragen in Bezug auf die Weiterentwicklung der Zentren und Schools nachzugehen:

  • Welchen inhaltlichen Aufgaben müssen sich die Zentren und Schools als Organisationseinheiten stellen?
  • Wie und mit Hilfe welcher Strukturen sowie Kooperationen können die Zentren und Schools den inhaltlichen Herausforderungen Rechnung tragen?

Ziel der von allen geführten Diskussion zu diesen Fragen war es, für die Orientierung in den Zentren und Schools selbst, sowie für die Verortung dieser Strukturen in den Hochschulen einen Orientierungsrahmen zu initiieren, der zunächst durch die Antworten der Beteiligten auf die beiden oben dargestellten Fragen entworfen und befüllt
werden sollte. Die hohe Beteiligung an dieser Diskussion ermöglichte die Erarbeitung eines Entwurfes, der bereits Perspektiven von 14 Zentren und Schools einbezieht. Die Weiterentwicklung dieses Orientierungsrahmens inklusive der Zusammenführung mit Vorarbeiten anderer Zentren soll auf dem 10. Bundeskongress diskutiert werden.

Download des Tagungsbandes

Anti-demokratische Tendenzen in Mecklenburg-Vorpommern - Wo kann Bildung ansetzen?

Anti-demokratische Tendenzen in Mecklenburg-Vorpommern - Wo kann Bildung ansetzen?

Dr. Gudrun Heinrich / Katrin Bartel (Hrsg.)

Am 7. Januar 2015 beherrschen die Bilder aus Paris die Nachrichten. Ein Anschlag auf die französische Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo sowie ein Angriff auf einen jüdischen Supermarkt in Paris sorgen für Entsetzen. Religiös begründeter Extremismus verunsichert die Menschen seitdem nicht nur in Paris, Brüssel oder Madrid. In der Bundesrepublik zeigt sich gleichzeitig mit Pegida eine Bewegung, die die Ängste der Menschen scheinbar aufnimmt. In ihren Reihen werden antidemokratische und menschenverachtende Positionen artikuliert. Rassistische Anschläge gegen Flüchtlings- unterkünfte nehmen zu und im Netz zeigt sich Hass und Verachtung. Was bleibt ist bei vielen ein hohes Maß an Verunsicherung. Wie können wir unsere offene Gesellschaft und unser demokratisches Miteinander gegen die Angriffe aus unterschiedlichen Richtungen schützen? Schnell ertönt der Ruf nach der stärkeren Rolle, die Bildung und vor allem Schule einzunehmen habe.

Um Perspektiven für Bildungsansätze gegen antidemokratische Tendenzen zu diskutieren, haben das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Rostock und die Arbeitsstelle Politische Bildung im Sommersemester 2015 gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie der Evangelische Akademie der Nordkirche eine Ringvorlesung initiiert, die die Frage von Demokratie-Bildung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet hat.

Wir freuen uns, dass es möglich geworden ist, den universitären Blick durch Beiträge von zivilgesellschaftlichen Akteuren, wie Herrn Maher Fakhouri vom Islamischen Bund und Herrn Jury Rosov vom Migrantenrat und der Jüdischen Gemeinde. zu ergänzen. Im hier vorliegenden Sammelband finden Sie neben Beiträgen aus der Ringvorlesung auch einen ergänzenden Text von Wolfgang Nieke zu Fragen interkulturellen Lernens, den wir als Ergänzung nach der Ringvorlesung aufgenommen haben.

Mit den Beiträgen des Bandes möchten wir den Aktiven im Bereich schulischer wie außerschulischer Arbeit eine Reflexionsfolie liefern, um die eigene Arbeit zu stärken und durch eventuell neue Perspektiven zu erweitern.

Kooperation des ZLB mit der Arbeitsstelle Politische Bildung/Didaktik der politischen Bildung sowie der GEW und der Evangelischen Akademie der Nordkirche

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Räume bilden – pädagogische Perspektiven auf den Raum

Räume bilden – pädagogische Perspektiven auf den Raum

Constanze Berndt / Claudia Kalisch / Anja Krüger (Hrsg.)

Der Diskurs über die pädagogische Relevanz von Räumen hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich an Intensität gewonnen. Dieser Sammelband ermöglicht einen Überblick über gegenwärtige Diskurslinien, auch über Fachgrenzen hinaus, und stellt wesentliche Ansätze vor, den Raum pädagogisch zu bestimmen.
Der Band gliedert sich in drei Teile: Im ersten Teil werden grundlagentheoretische Bestimmungen des Raumes – etwa historische, anthropologische, sowie kultur- und bildungstheoretische – vor dem Hintergrund ihrer pädagogischen Relevanz entfaltet. Sie bieten den Ausgangspunkt, um pädagogische Räume zu untersuchen und erziehungswissenschaftliche Diskurse zu analysieren.
Im zweiten Teil werden Fragen zur Raumwirkung und Raumaneignung aus unterschiedlichen Perspektiven heraus beantwortet. Nachgegangen wird hier u.a. Fragen zur Wirkung gestalteter Räume auf das menschliche Empfinden und Handeln.
Im dritten Teil werden geographische Raumbezüge – globale wie regionale – in ihrer pädagogischen Bedeutung in den Blick genommen.

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einführung

Immersion und bilingualer Unterricht (Englisch)

Immersion und bilingualer Unterricht (Englisch)

Linke, Gabriele / Schmidt, Katja (Hrsg.)

Immersion und bilingualer Unterricht wurden in den vergangenen Jahren deutschlandweit in unterschiedlichem Umfang an Kitas und Schulen eingeführt und erprobt. Der Sammelband dokumentiert an ausgewählten Beispielen den gegenwärtigen Stand von Forschung und Praxis auf dem Gebiet der Englisch-Immersion bzw. des deutsch-englischen bilingualen Unterrichts. Neben einführenden Beiträgen enthält der Band auch Praxisberichte mit vielfältigen Anregungen zur Unterrichtsgestaltung sowie Beiträge zur empirischen Erforschung dieser Unterrichtsform. Ziel des Bandes ist es, bewährte Konzepte bzw. Ansätze allen an bilingualem bzw. immersivem Lernen und Lehren Interessierten zugänglich zu machen. Darüber hinaus sollen Perspektiven und Entwicklung¬s¬chancen von Immersion und bilingualem Unterricht aufgezeigt werden, verbunden mit der Hoffnung, dass sich diese Unterrichtsform als Impulsgeber für die Entwicklung der deutschen Bildungslandschaft etabliert.

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Inhaltsverzeichnis

Inklusion als Entwicklung - Konsequenzen für Schule und Lehrerbildung

Inklusion als Entwicklung - Konsequenzen für Schule und Lehrerbildung

Thomas Häcker / Maik Walm (Hrsg.)

Die theoretischen und empirischen Beiträge des Bandes nehmen den Inklusionsdiskurs und die Folgen für allgemein bildende, berufsbildende und sonderpädagogische Lehrämter in den Blick. Sie zeigen Perspektiven für die inklusive Entwicklung der Allgemeinen Didaktik, der Fachdidaktik und die Unterrichts- und Schulentwicklung auf. Die Sichtweisen der Subjekte erfahren besondere Beachtung. Verwiesen wird zudem auf die Notwendigkeit einer inklusiven Entwicklung von Kommunen und Regionen.
Herausforderungen ergeben sich weiterhin für die bildungspolitische Gestaltung des Bildungswesens. Es zeigt sich nach wie vor der dringende Bedarf, den Inklusionsbegriff bildungstheoretisch zu verorten, sozialtheoretisch zu dekonstruieren und seine Relation zum Begriff der Heterogenität zu klären, denn: Betrachtet man den Inklusionsbegriff als einen besonderen Reflexionsmodus,wird schnell sein kritisches Potenzial erkennbar, etwa mit Blick auf die Frage: Wie halten wir es eigentlich mit den Menschenrechten?

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Inhaltsverzeichnis

Einfürhung

Lehrerbildung phasenübergreifend denken

Lehrerbildung phasenübergreifend denken

Thomas Häcker / Katrin Bartel / Kristina Peters (Hrsg.)

Mit dem 1999 einSetzenden Bologna-Prozess und der im gleichen Jahr von der Kultusministerkonferenz veröffentlichten Expertise „Perspektiven der Lehrerbildung in Deutschland“ hat die Reform der Lehrerbildung innerhalb des letzten Jahrzehnts stark an Bedeutung gewonnen. Internationale und bundesweite Diskussionen wurden dadurch maßgeblich beeinflusst. Die Brisanz und Aktualität des Themas wird nicht zuletzt durch die flächendeckende Einrichtung von Lehrerbildungszentren an lehrerbildenden Universitäten und Hochschule verdeutlicht. Im vorliegenden Band werfen acht Expertinnen und Experten aus dem Lehrerbildungsbereich einen Blick auf Facetten dieser aktuellen Diskussion und befassen sich mit ausgewählten Fragen der Lehrerbildungsreform wie mit dem Prozess der Bachelor-Master-Umstellung, der Eignungs- und Neigungsklärung, der Rolle der Fachdidaktiken, der integrativen Schule und der Evaluation der Lehrerbildung. Die Beiträge gehen auf die Ringvorlesung „Lehrer/-innenbildung in (neuen) Bildern“ im Sommersemester 2009 an der Universität RoStock zurück.