Doppelqualifikation

Das Land Mecklenburg-Vorpommern bietet zum 01.08. eines Jahres zusätzliche Stellen für das Lehramt an Gymnasien und Haupt- und Realschulen bzw. Regionalen Schulen an. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Doppelqualifikation.

Die Referendarinnen und Referendare erwerben neben dem Zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien eine in Mecklenburg-Vorpommern gültige Unterrichtserlaubnis für die Tätigkeit an Grundschulen bzw. Regionalen Schulen.

Die Referendarinnen und Referendare erwerben neben dem Zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Haupt- und Realschulen bzw. Regionalen Schulen eine in Mecklenburg-Vorpommern gültige Unterrichtserlaubnis für die Tätigkeit an Grundschulen.

Eine Unterrichtserlaubnis für Grundschulen kann nur erwerben, wer das Erste Staatsexamen in Deutsch und/oder Mathematik erworben hat. Für die Unterrichtserlaubnis an Regionalen Schulen gelten bezüglich der Fächer keine Einschränkungen.

Im Falle des Ersten Staatsexamens für das Lehramt an Gymnasien wird freigestellt, sich für beide Doppelqualifikationen gleichzeitig zu bewerben.

Die 24-monatige Ausbildung gliedert sich in vier Phasen (1)

  • In der ersten Phase (2 Monate) stehen das Kennenlernen der Grundschule bzw. Regionalen Schule und die Schulpraxis im Mittelpunkt.
  • In der zweiten Phase (6 Monate) finden universitär veranstaltete Blockseminare an zwei Tagen in der Woche statt, in denen relevante Inhalte für die Arbeit an der Grundschule bzw. Regionalen Schule vermittelt werden. Diese Phase schließt mit einer mündlichen und schriftlichen Prüfung ab.
  • Die Referendarinnen und Referendare im Ausbildungsgang Regionalschule besuchen neun Seminare im Umfang von 18 SWS. Inhaltlich handelt es sich um bildungswissenschaftliche und fachdidaktische Themen im Kontext „Umgang mit heterogenen Lerngruppen“, die auf die Tätigkeit in der Regionalschule bezogen sind.
  • Die Referendarinnen und Referendare im Ausbildungsgang Grundschule besuchen elf Seminare im Umfang von 22 SWS. Inhaltlich handelt es sich um Themen aus dem Bereich der inklusionsorientierten Bildungswissenschaften, der Allgemeinen Grundschulpädagogik und der Lernbereiche Deutsch und Mathematik.
  • In der dritten Phase (4 Monate) findet die Lehrprobe für Grundschulen bzw. Regionale Schulen statt. Währenddessen erfolgt der Übergang ans Gymnasium/an die Regionale Schule zum Erwerb der Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien/das Lehramt an Haupt- und Realschulen bzw. Regionalen Schulen, damit eine intensive Vorbereitung auf die Zweite Staatsprüfung gewährleistet ist.
  • In der vierten Phase (12 Monate) findet die Ausbildung ausschließlich im studierten Lehramt an Gymnasien/an Haupt- und Realschulen bzw. Regionalen Schulen statt und endet mit der Zweiten Staatsprüfung und damit mit dem Erwerb der Lehrbefähigung für das studierte Lehramt. Das Zertifikat über die Unterrichtserlaubnis wird separat zum Zeugnis der Zweiten Staatsprüfung ausgestellt und zum Ende des Vorbereitungsdienstes ausgehändigt.

Ansprechpartnerin:

Frau Dörte Wolter

Doberaner Straße 115, 2. OG | 18057 Rostock | Raum 206

Tel.: 0381 - 498 2905

E-Mail: doerte.wolter(at)uni-rostock(dot)de