Dritte landesweite Zukunftswerkstatt Lehrer*innenbildung

Die dritte Zukunftswerkstatt führt den Grundgedanken eines gemeinsamen landesweiten und phasenübergreifenden Arbeitstreffens aller an der Lehrer*innenbildung beteiligten Institute weiter. Während auf den ersten beiden Werkstätten in themenspezifischen Workshops Empfehlungen verabschiedet wurden, über deren Bearbeitung und Umsetzung berichtet wird, setzt die dritte Zukunftswerkstatt nur einen thematischen Schwerpunkt – die (Weiter) Entwicklung eines landesweiten Leitbildes der phasenverzahnenden Lehrer*innenbildung. Der Bedarf, daran zu arbeiten, speist sich u.a. aus den Empfehlungen der letzten beiden Zukunftswerkstätten. Auf der ersten Zukunftswerkstatt wurde zur Leitbildentwicklung eine grundsätzliche Empfehlung verabschiedet, auf der zweiten wurden in einem eigenen Workshop bereits erste Ideen gesammelt. Derzeit sind im Lehrerbildungsgesetz M-V und auch in der Lehrerprüfungsverordnung Leitbildinhalte verankert.

Auch der Folgeantrag zum Verbundprojekt LEHREN in M-V (Qualitätsoffensive Lehrerbildung) greift neben der Weiterführung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu den Schwerpunkten „Erhöhung des Praxisbezugs“ und „Orientierung der Lehrer*innenbildung an der Inklusion“ den Leitbildbedarf auf - im neu aufgenommenen Handlungsfeld „Organisation der Lehrer*innenbildung“. An diesem Verbundprojekt sind alle lehrerbildenden Hochschulen des Landes M-V mit insgesamt 25 Instituten bzw. Lehrstühlen beteiligt. Hinzu kommen Kooperationspartner*innen, das Institut für Qualitätsentwicklung M-V und Schulen. Die zweite Förderphase der Qualitätsoffensive startete im Juli 2019. 

Auch die von der Bildungsministerin a.D. Birgit Hesse eingesetzte Arbeitsgruppe zur Erhöhung des Studienerfolgs in den Lehramtsstudiengängen formuliert die Notwendigkeit eines Leitbildes. Die seit Ende 2018 regelmäßig tagende Arbeitsgruppe (bestehend aus Vertreter*innen des Ministeriums, der lehrkräftebildenden Hochschulen und des ZLB sowie aus Schulleiter*innen und externen Wissenschaftler*innen) hat unter dem Druck des Lehrkräftemangels und angesichts der hohen Schwundquoten in den Lehramtsstudiengängen zunächst kurz- und mittelfristige Maßnahmen zur Erhöhung des Berufsfeldbezuges, zur Verbesserung der Begleitung der Eignungsreflexion sowie zur Optimierung der Studienorganisation entwickelt. Zusätzlich stellte die Arbeitsgruppe fest, dass es eines mit allen an der Lehrkräftebildung abgestimmten Leitbildes, was eine gute Lehrkraft ausmacht, bedarf, um darauf aufbauend Ziele und Qualitätskriterien für die Ausbildung über die verschiedenen Phasen hinweg formulieren zu können.


Zweite landesweite Zukunftswerkstatt Lehrer*innenbildung

Nach dem großen Erfolg des neuen Formats im letzten Jahr, lud das landesweite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) am 30. November 2018 zum zweiten Mal zu einer landesweite Zukunftswerkstatt Lehrer*innenbildung ein. Neben Studierenden und Vertreter*innen aller lehrer*innenbildenden Hochschulen inkl. der Prorektor*innen und Verwaltungsangehörigen, nahmen Referendare, Akteur*innen der 2. Ausbildungsphase und des Lehrerprüfungsamtes sowie Lehrkräfte und Schulleitungen teil. Daher kann diese zweite Zukunftswerkstatt Lehrer*innenbildung als erste systematisch angelegte Zusammenkunft aller an der landesweiten Lehrer*innenbildung beteiligten Institutionen und Bereiche gelten, auf der aktuelle Themen und Schwerpunkte gemeinsam diskutiert wurden. Besonderes Augenmerk wurde auf die Studieneingangsphase, Übergänge und Schnittstellen der phasenübergreifenden Lehrer*innenbildung sowie die vorliegenden Daten zum Studienerfolg und -misserfolg im Lehramt gelegt. Im Ergebnis wurden Perspektiven, Lösungsmöglichkeiten, Maßnahmen und Strukturveränderungen in Form von Empfehlungen verabschiedet. Diese werden zur weiteren Bearbeitung an die Arbeitsgruppe „Erhöhung des Studienerfolgs im Lehramt“, die die Bildungsministerin im November eingesetzt hat, weitergegeben. Die laufenden Prozesse werden durch das ZLB begleitet.

Interview mit Frau Prof. Retzlaff-Fürst zur zweiten Zukunftswerkstatt Lehrer*innenbildung im Rückblick 12/2018 der Universität Rostock


Erste Zukunftswerkstatt zur Lehrerbildung in Mecklenburg-Vorpommern

Welche Lehrerinnen und Lehrer brauchen die Schulen in M-V 2030? – diese Frage stand im Mittelpunkt der ersten Zukunftswerkstatt zur Lehrerbildung in Mecklenburg-Vorpommern am 12. Dezember 2017. Rund 50 Vertreter der vier lehrerbildenden Hochschulen im Land (Universität Greifswald, Universität Rostock, Hochschule Neubrandenburg, Hochschule für Musik und Theater Rostock) waren der Einladung des landesweiten Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) gefolgt.  Unter den Teilnehmenden waren neben den Prorektoren für Studium und Lehre aller vier Hochschulen, Wissenschaftler und Lehramtsstudierende sowie Experten der Hochschulverwaltungen.

Zu den Themen der ersten Zukunftswerkstatt zählten beispielsweise der Lehrermangel in M-V, insbesondere in den ländlichen Gebieten, oder die Vielfalt in der Schülerschaft, z. B. in Bezug auf die kulturelle, religiöse und familiäre Herkunft, sowie der gemeinsame Unterricht von Schülern mit und ohne Beeinträchtigungen. „Zentrales Ergebnis dieser allerersten Zukunftswerkstatt ist, dass eben alle für das  Lehramtsstudium Verantwortlichen gemeinsam die anstehenden Probleme und Schwerpunkte diskutiert haben. In einem ersten Schritt wurden Empfehlungen für das Lehramtsstudium verabschiedet, die 2018 gemeinsam mit den Kooperationspartnern in den Hochschulen und in den Schulen umgesetzt werden.

Hauptansprechpartnerin

Landesweites Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung

Geschäftsstelle Universität Rostock

Katrin Bartel (Geschäftsführerin)

Tel.: 0381 - 498 2903

E-Mail: katrin.barteluni-rostockde

Feedbacks