Lehrerbildungslandpartie

Vom 03.-05. Juni 2019 waren wir mit 39 Studierenden der Universitäten Rostock und Greifswald auf Lehrerbildungslandpartie. Über mehrere Tage erhielten die Studierenden unseres Landes die Möglichkeit, Grund- sowie Regionale Schulen, deren Schulalltag sowie Unterricht in den Städten Pasewalk, Löcknitz, Torgelow, Ahlbeck und Ueckermünde zu erleben und kennenzulernen. Dabei ging es nicht nur um einen ersten Einblick in die Schulen, sondern verstärkt um einen echten Einblick in den Schulalltag - durch die Beobachtungen des Unterrichts und Einzelgespräche mit Lehrer*innen und Schüler*innen. Zudem stellten sich Regionalpolitiker*innen und Schulleiter*innen am ersten Abend im Rahmen einer Grill- und Talkrunde den Fragen der Studierenden. Die Attraktivität des ländlichen Raumes für angehende Lehrer*innen, der Ausbau der Infrastruktur, Entwicklungsmöglichkeiten für Lehrer*innen sowie Digitalisierung und Inklusion an Schulen im ländlichen Raum standen hier im Mittelpunkt. Abgerundet wurde die Lehrerbildungslandpartie durch einen Ausflug in die nahe gelegene Metropole Stettin. Ein erstes Fazit zeigt, dass sich 22 der 39 Studierenden planen, in den nächsten Jahren ihr Praktikum und/oder das Referendariat an einer der besuchten Schulen im ländlichen Raum zu absolvieren.

Programm

Programm

Am Montag, 3. Juni 2019, starten rund 40 Lehramtsstudierende aus Rostock und Greifswald zur Lehrerbildungslandpartie nach Pasewalk zum Tagungs- und Übernachtungsort Lokschuppen (Museum im ehemaligen DDR-Regierungszug).

Am Dienstag und Mittwoch, 4. und 5. Juni, stehen Schulbesuche in Pasewalk, Löcknitz, Torgelow und Ueckermünde auf dem Programm. An den Vormittagen nehmen die Studierenden – zum Beispiel an der Regionalen Schule mit Grundschule Pasewalk – in kleinen Gruppen am Unterricht und der Mittagsversorgung teil und erleben hautnah den Alltag des Lehrpersonals. An den Nachmittagen geben Schulcampusbesichtigungen Einblicke in weitere potenzielle Tätigkeitsorte.

An den Abenden soll es um die Wohnortwahl und das Lebensgefühl in dieser ländlichen Grenzregion gehen. Eine Talkrunde mit Vertreterinnen und Vertretern aus Lokal- und Regionalpolitik, Schulen und Wirtschaft beantwortet Fragen nach Entwicklungs- und Karriereperspektiven. Eine Exkursion in die nahegelegene aufstrebende Metropole Stettin vermittelt ein Gefühl für das Kultur-, Hochschul-, Industrie- und Verkehrszentrum im polnischen EU-Nachbarland.

Mit Beginn der Bewerbungsfrist Mitte März wird hier das detaillierte Programm veröffentlicht.

Anmeldung

Anmeldung

Die Landpartie 2019 ist auf max. 44 Personen beschränkt. 

Bewerben können sich Studierende aller allgemeinbildenden Lehrämter der Universitäten Rostock und Greifswald.

Die Bewerbung erfolgt ab Mitte März:

Kosten

Kosten

Die Kosten für den Transport, eine Führung im Lokschuppen, zwei Übernachtungen im Doppelabteil mit Frühstück sowie alle didaktischen und schulischen Angebote tragen die Veranstalter ZLB und Bildungsministerium anteilig. Weitere Sponsoren und Unterstützer werden separat ausgewiesen.

Die Kosten für die Mittagsverpflegung (2x) zum Schülerpreis, ein Abendessen in Stettin sowie Verpflegung in der Freizeit müssen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst beglichen werden.

Wir raten dazu, sich vor der Hinfahrt mit einem ausreichenden Mittagessen zu stärken und Proviant für die Reise mitzunehmen.

Tagungsort

Tagungsort

Der Lokschuppen Pasewalk ist ein Museum mit Übernachtungsmöglichkeiten im ehemaligen Regierungszug der DDR und Träger des Nordkurier-Spielstättenpreis 2013 der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Adresse:
Speicherstr. 14
17309 Pasewalk
www.lokschuppen-pomerania.de

Hintergrundinformationen

Hintergrundinformationen

Maßnahmen zur Lehrergewinnung im ländlichen Raum

Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare ins Land zu bringen, ist Ziel des Kooperationsprojekts „Bildung im ländlichen Raum“. Das landesweite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur haben gemeinsam mit den Schulämtern sowie den Trägern, Landkreisen und Kommunen mehrere innovative Formate entwickelt, um Lehrkräfte für den ländlichen Raum zu gewinnen.

Im Herbst stellen sich Schulen aus den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns auf Schulmessen an den lehrerbildenden Universitäten vor. Im Frühsommer 2019 machen sich Studierende der Lehrämter an Grundschulen und an Regionalen Schulen erstmals bei einer „Landpartie“ vor Ort ein persönliches Bild vom Arbeiten und Leben als Landlehrer/in.

Die Phasen des Lehramtsstudiums übergreifend, entstehen daraus Schulkontakte im ländlichen Raum, die zu Praktikumsplätzen und Referendariatsstellen führen. So erhöht sich nicht nur der Praxisbezug des Lehramtsstudiums, sondern vor allem erweitern sich die Perspektiven der Studierenden in ihrem Professionalisierungsprozess.

Indem die Schulmessen und die Landpartie die Attraktivität des ländlichen Raums als Lebensort und der ländlichen Schulen als Regionszentrum erlebbar machen, zeigt das Land, dass seine ländlichen Räume erstrebenswerte Alternative zu den bekannt-gewohnten städtischen Schulen der Universitätsstandorte sind.

 

Schulmessen

Raus auf‘s Land! Aber wo ist es schön und lebenswert, welche Schulen bieten Praktikumsplätze und Referendariatsstellen, welche Unterstützung bieten die Gemeinden? All diese Fragen können Lehramtsstudierende jeden Herbst stellen und sich informieren – bei den Schulmessen an den Universitäten Rostock und Greifswald.

So erfahren Sie, wo es freie Stellen oder sogar Fahrkostenzuschüsse oder kostenlose Unterkünfte gibt. Sie können möglichst früh Praktika oder später Ihren Vorbereitungsdienst an ländlichen Schulen anbahnen, bei denen Sie dann Orte und Landschaften, Schulen und das Landlehrersein kennen- und vielleicht lieben lernen.

Damit sich interessierte Lehramtsstudierende einen Überblick über die Schulen im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns und deren Profile verschaffen können, werden seit 2017 diese Messen durch das landesweite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, den Schulämtern sowie den Landkreisen und Kommunen organisiert.

Bei der ersten Schulmesse Ende November 2017 präsentierten sich an der Universität Greifswald und der Universität Rostock Schulen aller Schularten oder auch Schulregionen aus dem ländlichen Raum ca. 250 Studierenden vor. Aufgrund des positiven Feedbacks wurde das Angebot 2018 wiederholt und auf mehr Schulen ausgeweitet und um berufliche und freie Schulen ergänzt. Auch diese Messe fand einen großen Anklang bei allen Beteiligten, erreichte sogar 375 Studierende und wird ebenfalls evaluiert. Aufgrund der positiven Resonanz und der zahlreiche Vermittlungserfolge werden für 2019 ebenfalls Schulmessen angestrebt.

Hauptansprechpartnerin

Landesweites Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung

Geschäftsstelle Universität Rostock

Dörte Glawe

Tel.: 0381 - 498 29 05

E-Mail: doerte.glaweuni-rostockde