Digitale Lehre an der Universität Rostock

Digitale Lehre an der Universität Rostock wurde im Rahmen des Landesprogramms „Digitale Lehre in Mecklenburg-Vorpommern“ aus Mitteln des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V (jetzt: Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten) gefördert.

Laufzeit: 10/2019 bis 09/2026

 

 

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Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Landesweiten Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) und der Universitätsbibliothek Rostock (UBR).

Ziel des Kooperationsprojektes war die Entwicklung und die Anwendung digitaler Lehr- und Lernkonzepte mit dem Schwerpunkt Lehrer:innenbildung im Rahmen von elf Arbeitspaketen voranzutreiben. Dazu wurden digitale Fachkonzepte entwickelt, die fachübergreifend in Studium und Referendariat angewendet wurden und schließlich auch auf Studiengänge außerhalb des Lehramtsbereichs übertragen werden konnten. Hochschullehrerende wurden weitergebildet, innovative Lernkonzepte weiterentwickelt und die digitale Lehre in der Lehrkräftebildung ebenso wie in den Fachwissenschaften gefördert.

Projekttätigkeiten und -ergebnisse auf einem Blick

Der Rostocker Online Campus

Der Rostocker Online Campus (ROC) ist seit 2020 die zentrale Plattform des Projektes „Digitale Lehre an der Universität Rostock“ und fungierte als Anlaufstelle für Lehrende aller Institute und Fakultäten zu Fragen der digitalen Lehre. Ziel war es, Dozierende bei der Gestaltung digitaler Lehre mit vielfältigen Angeboten zu unterstützen. Dazu gehören Angebote zur Information, Inspiration, Beratung und zum Austausch sowie synchrone und asynchrone Weiterbildungen. 

April 2025

Am 20. April feiert der Rostocker Online Campus seinen fünften Geburtstag. Im Zuge der Feierlichkeiten wurde im Mai ein Video mit Weggefährt*innen des ROCs veröffentlicht.

20. April 2020

Im April 2020 geht die Webseite des Rostocker Online Campus online. Link zur Pressemitteilung

ROC Jubiläum, der ROC wird 5 Jahre alt

Um die Bedeutung der digitalen Tools für die Forschung und Lehre darzustellen, wurden über die gesamte Projektzeit hinweg synchrone und asynchrone Weiterbildungsangebote zu den Themen Forschen und Lehren in der Digitalität durchgeführt.

Asynchrone Weiterbildungsangebote

Wegweiser "KI für Einsteiger:innen"

Juli 2026

Auf der TaskCard “Künstliche Intelligenz für Einsteiger:innen” sind eine Auswahl an Informationen zu finden (Kurztexte; relevante Videos; Links zu aktuellen Studien und Selbstlernkursen), die einen ersten Zugang zum Thema Künstliche Intelligenz (in der Hochschullehre) ermöglichen. Die Inhalte laden dazu ein, sich selbständig und im eigenen Tempo mit dem Thema auseinanderzusetzen. Thematische Schwerpunkte sind:

  • eine kurze Einführung in die Welt der KI
  • AI Literacy
  • Gesellschaftliche Auswirkungen
  • Hinweise zu rechtlichen und ethischen Grundlagen
  • KI in der Hochschullehre
  • Fortbildungsmöglichkeiten

 

Dein Digitales Notizbuch

2024

2024 wurde der Onlinekurs „Dein DIGITALES Notizbuch“ für Studierende und Lehrende entwickelt, um den eigenen Umgang mit Wissen im digitalen Raum zu verbessern. Er wurde mit Unterstützung der Offenen Uni Rostock erstellt. Das asynchrone Weiterbildungsangebot zeigt die Bedeutung digitaler (Notizbuch-)Tools sowohl für die Forschung als auch für die Lehre auf.

ROCinare

2020-2023

In der Veranstaltungsreihe „ROCinare“ geht es um die Gestaltung digitaler Lehre mit speziellem Fokus auf interaktive Lernformen. Dabei werden weniger (lern-)theoretische Grundlagen vermittelt, sondern konkrete Tipps und Tricks zur praktischen Umsetzung gegeben. Schwerpunkte sind die Betreuung der Studierenden mit digitalen Medien, das Organisieren von Kommunikation und Kooperation und die Methoden- und Toolauswahl.

Die Online-Seminare wurden aufgezeichnet und die nachbearbeitete Aufzeichnung steht allen Besucher:innen noch immer auf dem Rostocker Online Campus zur Verfügung.

Insgesamt entstanden im Zeitraum von 05/2020 bis 05/2023 sechs Staffeln mit insgesamt 35 Folgen mit einer jeweiligen Laufzeit von 45-90 Minuten. 

Staffel 1 20.05. bis 22.06.2020 Einführung zur Online-Lehre Lernumgebungen gestalten Seminare kooperativ gestalten, Lehrvideos selbst erstellen, Online-Lehre betreuen
Staffel 2 20.10. bis 30.11.2020 Basics zur Online-Lehre, Lernmanagementsysteme, Lehrvideos, Semesterstart, Lehrverastaltungen kooperativ gestalten, Prüfungen online gestalten, Erfahrungsberichte
Staffel 3 22.03. bis 03.05.2021 Einführung in die Online-Lehre, Kollaboratives Arbeiten, Studierende aktivieren, Inverted Classroom Model, Digitale Kommunikation, Gamification - Einführung und Anwendungen
Staffel 4 11.10. bis 15.11.2021 Lernen mit Portfolio, Digitale Modelle und Animationen, Digitales Unterrichten in Fallkonferenzen und Laborpraktika, Integriertes Lernen und H5P, Studierendenzentrierung im Fokus
Staffel 5 21.03. bis 09.05.2022 Goldstandards OER, Forschendes Lernen, Digitale Ausstellungen, Hybride Lehre, Podcasts in der Lehre, Feedback geben und erhalten
Staffel 6 16.05. bis 04.09.2023 Generative KI, LLMs, KI-Tools in der Hochschule, Prompts konstruieren, Recherche, Texte generieren, Co-Piloten, ChatGPT

Start des "ROCasts"

August 2021

Neben der ROCinare etablierte der Rostocker Online Campus im August 2021 ein weiteres Veranstaltungsformat. In der Podcastreihe “ROCast - Kommt eine Philosophin in die Schule…” befassen sich Emanuel Nestler und Larissa Ullmann in zehn Folgen mit den Auswirkungen technischer und digitaler Innovationen auf Bildungsprozesse.

Die zweite Staffel des ROCasts startet

September 2022

Nach der ersten Staffel des ROCasts holt sich Emanuel Nestler in der zweiten Staffel “Kommt eine Künstlerin in die Schule…” Unterstützung von Katharina Parow. Gemeinsam unterhalten sich die Podcast-Hosts in zehn weiteren Folgen über die Parallelen zwischen Kunst und Bildung.

"Tools für die digitale Lehre" gehen online

März 2020, Mai 2024

Kurz nach Beginn der Corona-Pandemie ging die Webseite "Tools für die digitale Lehre - Empfehlungen des Projekts zur digitalen Lehre an der Universität Rostock" online. Das Projekt “Digitale Lehre” schaffte damit eine kurzfristige Lösung, um Dozierenden bei der Wahl von digitalen Tools im Distanzunterricht zu unterstützen. Im Mai 2024 ging die Webseite im Toolglossar des Rostocker Online Campus auf.

Zertifikatskurs „Lehren und Lernen in der Digitalität“

Oktober und November 2021

Im Wintersemester 2021/2022 wurde der Zertifikatskurs „Lehren und Lernen in der Digitalität“ für Lehramtsstudierende online durchgeführt (80 Teilnehmer:innen, davon 50 mit Zertifikat). Inhaltliche Schwerpunkte der sieben Online-Seminare waren Persönliche Wege und gemeinsames Erschaffen, "Grenzenlos lernen”, Digitale Lernumgebungen gestalten, Netzwerk und Coaching, Lehrformate und Soziales Lehren.

Aufzeichnungen aller Videos

Abgeschlossene Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen

Veranstaltungsreihe "KI in der Hochschullehre"

Januar/Februar 2025

Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL) und das Netzwerk Landeseinrichtungen für digitale Hochschullehre (NeL) stellten wegen des großen Bedarfs an KI-bezogenen Qualifizierungs- und Unterstützungsmaßnahmen Gelder zur Verfügung, um Veranstaltungsreihen zu planen und durchzuführen.

Die Hochschulen des Kompetenznetzwerks für Hochschul- und Mediendidaktik MV veranstalteten vom 16.01. bis zum 26.02.2025 eine Workshop-Reihe rund um den Einsatz von KI in der Hochschullehre. Möglich wurde dies mit Unterstützung der Stiftung Innovation in der Hochschullehre und dem Netzwerk Landeseinrichtungen für digitale Hochschullehre. Erfahren Sie hier mehr über die Veranstaltungsreihe.

Zahlen und Fakten: 576 Teilnehmende; 2,7 Veranstaltungen wurden im Durchschnitt besucht; 2580 Minuten Gesamtlänge; 75,4 Teilnehmende pro Veranstaltung im Durchschnitt

Die Innovationswerkstatt (2020, 2021) lud zum Ausprobieren digitaler Tools sowie zur Entwicklung neuer Ideen ein. Der Fokus lag hier auf der gemeinsamen Weiterentwicklung in jeweils einem spezifischen Themenbereich (z. B. Podcasterstellung, Einsatz von H5P oder Social Media).

Beginn der Innovationswerkstatt

Wintersemester 2019/2020

Im Wintersemester 2019/20 hat das Projekt Digitale Lehre die Innovationswerkstatt ins Leben gerufen. In der Innovationswerkstatt treffen sich interessierte Didaktiker*innen, um über verschiedene Themen zu diskutieren, gemeinsames Wissen zu generieren und innovative Ideen für die Lehre zugänglich zu machen. 

Fortsetzung der Innovationswerkstätten

November 2021

Nach einer Pause wurden die Innovationswerkstätten 2021 an zwei Terminen fortgesetzt. Konkret ging es in den Werkstätten um einen Austausch zum Thema H5P sowie der Zukunft der ROCinare.

Fortbildungsangebote der Universitätsbibliothek (UB)

Um die Qualifizierung von Studierenden, Lehrenden und Referendar*innen zur Thematik "Digitale Lehre" voranzutreiben, wurden zunächst Kompetenzbedarfe ermittelt. Anschließend konnte ein Fortbildungscurriculum erwachsen, das verstetigt werden konnte. Dazu wurden asynchrone Materialien entwickelt, die die digitale Anwendungskompetenz stärken und die Ersteinführung in Themengebiete (z. B. OER) übernehmen. Mit verschiedenen Dozierenden sind kooperative Seminare zu den Inhalten digitaler Lehre durchgeführt worden.

Digitale Besichtigung des virtuellen Lehr-Lern-Labors ViTeLLO der Uni Oldenburg

10. Mai 2023

Mit kleinen Avataren im digitalen Raum unterwegs – die Best-Practice-Reise im Projekt Digitale Lehre unternahm das Team ohne physisches Reisen in das virtuelle Lehr-Lern-Labor ViTeLLO der Universität Oldenburg. Die technische Basis für das Lehr-Lern-Labor bildet GatherTown und so durften wir uns als kleine Pixelfiguren in einer digitalen Umgebung mit einer Lounge und insgesamt 11 Meeting- und Vorlesungsräumen bewegen. ViTeLLO wird sowohl für einzelne Vorlesungen und Seminare im Unikontext, als auch für größere (Schul-) Messen genutzt. Im gemeinsamen Austausch kamen sowohl technische, als auch didaktische Fragestellungen auf und wir konnten viel Inspiration und interessante Impulse mitnehmen.

ViTeLLO Beispielbild "Digitaler Raum" 1
ViTeLLO Beispielbild "Digitaler Raum" 2

Sprechstunde

Das KHM MV

Das KHM MV ist das Kompetenznetzwerk für Hochschul- und Mediendidaktik Mecklenburg-Vorpommern. In diesem operativen Netzwerk organisieren sich Mitarbeiter*innen von E-Learning-, Medien- und Didaktikzentren sowie der allgemeinen digitalen Lehre der Hochschulen in MV, um die Zusammenarbeit und die Vernetzung untereinander zu fördern, Synergien zu stärken und als Multiplikator*innen für die jeweiligen Hochschulstandorte zu fungieren.

Akteure an der Universität Rostock:

  • Franka Herfurth (Institut für Wirtschaftspädagogik)
  • Gesine Pilz (Hochschuldidaktik)
  • Silvia Retzlaff (Institut für Wirtschaftspädagogik)
  • Dr. Bernd Romeike (Medizindidaktik)
  • Prof. Dr. Matthias Söll (Institut für Wirtschaftspädagogik)

Tagung „Quo Vadis – Tagung zur digitalen Lehre und Lehrkräftebildung in M-V“

Oktober 2023

Zu den Fortschritten und Ergebnissen aller Projekte wurde eine gemeinsame, landesweite Tagung im Oktober 2023 organisiert: „Quo Vadis – Tagung zur digitalen Lehre und Lehrkräftebildung in M-V“.

Mehr Informationen

Im Rahmen des Projekts konnte ein Lehr-Lern-Raum mit Mobiliar und Technik ausgestattet werden. Hier befindet sich diverse Technik, die im Bildungskontext eingesetzt werden kann und interaktive Unterrichtsmethoden verschiedener Fachrichtungen unterstützt. So können digitale Unterrichtsszenarien erprobt und evaluiert werden. Das flexible Mobiliar ermöglicht es, den Raum im Handumdrehen umzugestalten und dadurch verschiedene Unterrichtsphasen und Sozialformen umzusetzen. Ob für die Planung der nächsten Praktikumsstunde, die gemeinsame Arbeit an Projekten, den Technik-Check vor der Schulpraktischen Übung (SPÜ) oder den Dreh eines eigenen Lernvideos – der Lehr-Lern-Raum (LLR) an der Universitätsbibliothek Rostock steht für all diese Ideen und Vorhaben zur Verfügung. So kann man zum einen den LLR eigenständig nutzen und den Umgang mit technischen Geräten erproben oder auch für eine Gruppensitzung buchen.

Zur Website des Lehr-Lern-Raums

Lehr-Lern-Raum

Förderfonds „Carpe Digitale“

Im Rahmen des Förderfonds Carpe Digitale wurden Lehrende gefördert, die Maßnahmen zur gemeinsamen, instituts-/fakultätsübergreifenden Verbesserung und Weiterentwicklung der digitalen Lehre an der Universität Rostock durchgeführt haben. Ebenso gefördert wurden Lehrende, die bereits vorhandene Best-Practices medial aufbereiteten und den Mitgliedern der Universität Rostock als Lernbeispiel zur Verfügung stellten. 

Insgesamt konnten fünf Förderphasen abgeschlossen und 28 instituts- und fakultätsübergreifende Projekte gefördert werden:

  • Förderphase 1 (5 Projekte): ab April 2021 
  • Förderphase 2 (7 Projekte): ab Oktober 2021
  • Förderphase 3 (5 Projekte): ab Oktober 2022
  • Förderphase 4 (9 Projekte): ab Oktober 2023
  • Förderphase 5 (2 Projekte): ab April 2025 
Förderfonds Carpe Digitale

FAST – Filmische Anleitungen für schwierige Themen

Beschreibung:

Für die Lehrveranstaltungen der Projektpartner (Lehrstuhl für Technische Thermodynamik sowie Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren) werden in kurzen Filmen Erklärungen und Anleitungen zur Lösungen schwieriger Themen aufgezeigt und so das Verstehen gefördert.

Projektpartner:

Prof. Dr. Karsten Müller (mehr Informationen)
Prof. Dr. Bert Buchholz (mehr Informationen)
Dr. Dorian Holtz (mehr Informationen)
Dr. Volker Wichmann (mehr Informationen)

Virtuelle Fallkonferenzen für Studierende im Rahmen der Wahlfächer Gefäßchirurgie und Radiologie

Beschreibung:

Entwicklung eines interaktiven interdisziplinären Fallseminars mit komplexen gefäßchirurgischen und interventionell-radiologischen Krankheitsbildern für die Studierenden der klinischen Semester.

Projektpartner*innen:

Dr. med. Anke Busse (mehr Informationen)
Nico Seume (mehr Informationen)
Dr. med. Eberhard Grambow (mehr Informationen)

Studentisches Engagement durch Engagement stützen – mit digitalen Medien vereinfachen

Beschreibung:

Im Rahmen des Projekts werden Möglichkeiten entwickelt, die Anwendungsorientierten Lehr-Lernformen Lernen durch Engagement und Forschendes Lernen durch digitale Tools sinnvoll zu begleiten. Im Rahmen des Reallabors Erlebnisgarten wurden hierzu erste Schritte erfolgreich umgesetzt. Diese sollen nun im Rahmen der Projektlaufzeit vertieft und auf weitere Lernsettings übertragen werden. Zusätzlich wird eine Video Plattform erarbeitet, die eine dauerhafte Umsetzung sichert.

Projektpartner:

Frederik Ernst (mehr Informationen)
Stefan Puchberger (mehr Informationen)
Stefan Neumann (mehr Informationen)

Digitalisierung und Praxisphasen im LA-Studium

Beschreibung:

Entwicklung technischer und methodischer Settings für digitale und hybride Umsetzungen der Schulpraktischen Übungen in den Fächern Mathematik und Physik:  durch den je nach Präsenzsituation an Schulen flexibel gestaltbaren Einbezug digitaler Unterrichtsszenarien im Rahmen der Praxisphasen sammeln Lehramtsstudierende erste Erfahrungen im digital gestützten Unterrichten und erleben dabei authentisch unterrichtspraktische Kernelemente inklusive der vielfältigen Möglichkeiten bei der Nutzung digitaler Ressourcen.

Projektpartner*innen:

Sven Levetzow (mehr Informationen)
PD Dr. Heidi Reinholz (mehr Informationen)
Dr. Andrea Sengebusch (mehr Informationen)
Prof. Dr. Eva Müller-Hill (mehr Informationen)

Erstellung von Lehrvideos für die Umsetzung von Integriertem Lernen

Beschreibung:

Ziel dieses Vorhabens ist es, Dozierende des Instituts für Chemie zu motivieren, Lehrinhalte auf Video aufzuzeichnen und diese Aufnahmen Studierenden zur Verfügung zu stellen. Dadurch wird integriertes Lernen wie die „flipped classroom“-Methode und die Produktion von frei verfügbaren Lehrmaterialien (Open Educational Resources) gefördert.
Aktuelle Videos und Streams finden Sie auf dem YouTube Kanal PeterHuy Lab.

Projektpartner:

Prof. Peter Huy (mehr Informationen)
Prof. Dr. Wolfram Seidel (mehr Informationen)

DICVR – Digital Inverted Classroom Vergleichende Regierungslehre

Beschreibung:

Dauerhafte Etablierung eines Hybrid-Moduls Vergleichende Regierungslehre durch Kombination digitaler Vorlesung und aktivierender Präsenzseminare im Sinne eines „Inverted Classroom“

Projektpartner:

Prof. Dr. Wolfgang Muno
Dr. Christian Pfeiffer
Alexandra Gericke
Jan Müller

zum Lehrstuhl Vergleichende Regierungslehre

DANTE - Digitale Animation in der Lehre

Beschreibung:

Mit diesem Projekt soll über die fakultätsoffene Lehr- und Lernplattform unter ILIAS ein E-Learning-Angebot geschaffen werden, das unabhängig vom Wissensstand eine Plattform bietet sich die komplexen physiologischen Lehrinhalte im eigenen Lerntempo anzueignen. Über die Möglichkeiten der Lehrbücher hinausgehend, werden die unterschiedlichen Lerntypen angesprochen: Mit Grafiken und Schaubilder werden Lehrinhalte visualisiert. Lernvideos liefern nachhaltig zusätzliche Erklärungen in Ton und Bild. Und mit Hilfe von Animationen können erworbene Kenntnisse interaktiv genutzt und überprüft werden.

Projektpartner*innen:

Prof. Dr. med. Rüdiger Köhling
Dr. rer. nat. Denise Franz
Prof. Dr. Fritz-Olaf Lehmann
Dr. Ralf Bastrop

zum Oscar Langendorff Institut für Physiologie
zum Institut für Biowissenschaften, Abteilung Tierphysiologie

Praktika Digitale

Beschreibung:

„Praktika Digitale“ soll Laborversuche möglich machen, auch wenn die Uni geschlossen ist. Mit diesem Projekt wollen wir Laborpraktika aus den Laborräumen zu den Studierenden nach Hause streamen. Durch diese interaktive Vorgehensweise soll auch in Zeiten von Lockdown eine bestmögliche praktische Ausbildung ermöglicht werden.

Projektpartner:

Prof. Dr. Renate Horn
M.Sc. Florian Schilling
B.Sc. Robert Wagner

zum Institut für Biowissenschaften, Abteilung Pflanzengenetik

Digitale Messwerterfassung in grundlegenden Experimenten (DigiMeX)

Beschreibung:

Durch die Anschaffung von Geräten zur digitalen Messwerterfassung, -verarbeitung und -distribution wird zunächst die Durchführung von präsenzreduzierten Praktika vereinfacht. Darüber hinaus sind die Geräte auch im Präsenzpraktikum sowie in Hybridveranstaltungen im Einsatz, wenn die händische Datenerfassung und -aufbereitung nicht explizite Lernziele eines Versuchs darstellen. Lehramtsstudierende profitieren besonders, da sie an den Einsatz gängiger digitaler Messgeräte im Unterricht herangeführt werden und sich neuen experimentellen Methoden öffnen.

Projektpartner*innen:

Dr. Andrea Sengebusch
Stephan Graunke
PD Dr. Heidi Reinholz
Sven Levetzow
Dr. Haldor Hartwig

zur Didaktik der Physik
zur Arbeitsgruppe Praktikum (Institut für Physik)

Mit integriertem Lernen neue Wege in der universitären Lehre aufzeigen

Beschreibung:

Anders als bei konventionellem Frontalunterricht erfolgt die Wissensvermittlung beim integrierten Lernen durch ein aktives Selbststudium mit digitalen Lehrmaterialien, während die Festigung und Vertiefung der Inhalte von erfahrenen Tutoren und Dozierenden begleitet wird. Dieser sogenannte Inverted Classroom ermöglicht eine aktive Inklusion der Lernenden und verbessert die nachhaltige Vermittlung von Lehrinhalten. Durch die Anwendung in der Grundvorlesung im Nebenfach Chemie möchten wir zeigen, dass integriertes Lernen wegweisend für die Zukunft der Lehre an Universitäten und Schulen ist.
Aktuelle Videos und Streams finden Sie auf dem YouTube Kanal PeterHuy Lab.

Projektpartner:

Prof. Dr. Alfred Flint
Prof. Dr. Peter Huy
Juliana Zeidler
Franziska Burzlaff

Institut für Chemie, Didaktik der Chemie
Institut der Chemie, Organische Chemie

ADITUS – Altertumswissenschaftliche Digitale Tutorientools für Studierende

Beschreibung:

Der Umgang mit digitalen Tools und Methoden ist für Studierende der Alten Sprachen wichtig, aber bisher curricular nicht verankert. Mit ADITUS, einer neu konzipierten Tutor:innen- und Tutorandenausbildung, erwerben Lateinstudierende künftig Kenntnisse über fachspezifische digitale Tools, Repositorien und Datenbanken und wirken aktiv an der Entwicklung und Erprobung digitaler Lehrmaterialien mit. Die produzierten Lehr- und Erklärvideos werden als Open Educational Resources publiziert. Das Projekt fördert kollaboratives Arbeiten und bereitet Lehramtsstudierende auf den Medieneinsatz in Schulen vor.

Projektpartner:

Dr. Simone Finkmann
Prof. Dr. Nicola Hömke

zum Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften

 

Interdisziplinäre Röntgenvisite Infektiologie

Beschreibung:

Studierenden des klinischen Studienabschnitts werden radiologische Bildgebungen zu komplexen infektiologischen Fragestellungen digital zur Verfügung gestellt, um diese gemeinsam in einem interdisziplinären Seminar zwischen Infektiologen und Radiologen diskutieren zu können. Unterstützt wird dies durch E-Learning- Module zu radiologischer Bildbefundung.

Projektpartner:

Dr. med. Anke Busse
Frau Hanka Arndt
Dr. med. Hilte Geerdes- Fenge
Dr. med. Clemens Verbeek
Dr. Annette Devide

zum Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Kinder- und Neuroradiologie
zur Abteilung für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten, Zentrum für Innere Medizin
zum Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene

VisUP - Visualisierung des Unsichtbaren in Physik und Technik

Bildnachweis: Bilddatenbank der Universität Rostock

Beschreibung:

Mittels Augmented-Reality-Brillen (AR-Brillen) können Körper virtuell sichtbar gemacht werden, indem diese in das Sichtfeld der Brillentragenden projiziert werden. Insbesondere diese dreidimensionale Darstellung von nicht sichtbaren physikalischen Eigenschaften von Körper sind dabei von großem Interesse. In diesem Projekt werden digitale Sensoren zur Vermessung von elektrischen und magnetischen Feldern sowie vektoriellen Größen der Mechanik eingesetzt. Die Messergebnisse werden simultan auf einer AR-Brille räumlich dargestellt, sodass Lernende eine Darstellung erhalten, in der sie gleichzeitig das reale Objekt und die Darstellung der physikalischen Größe aus allen Perspektiven beobachten können, um so die Eigenschaften zu beobachten und zu interpretieren. In diesem Projekt soll die Realisierbarkeit dieses Vorhabens gezeigt werden, um die Verwendung der AR- Brillen dann in die Lehramtsausbildung nachhaltig einzubinden.

Projektpartner*innen:

Dieter Schick
Sven Levetzow
Stephan Graunke

PD Dr. Heidi Reinholz
Dr. Haldor Hartwig

zum Institut für Physik

Video Review zur interaktiven Verbesserung von Lehr- und Lernvideos

Bildnachweis: Bilddatenbank der Universität Rostock

Beschreibung:

In den Instituten der Grundschulpädagogik, Berufspädagogik, Chemiedidaktik und der Sonderpädagogik der Universität Rostock soll eine Video Review Software implementiert werden, um Lehr-Lernvideos der Dozierenden sowie der Studierenden durch die interaktive Rückmeldung der Studierenden zu verbessern.

Projektpartner*innen:

Dr. Stefan Blumenthal (IGSP, UR)
Wanda Möller (IGSP, UR)
Dr. Claudia Kalisch (IBP, UR)
Prof.in Dr.in Tamara Riehle (IBP, UR)
Juliana Zeidler (Chemiedidaktik)
Franziska Burzlaff (Chemiedidaktik)
Oliver Carnein (ISER)

zum IGSP
zum IBP
zur Chemiedidaktik
zum ISER

Das IGSP goes Lego

Beschreibung:

Studienanfänger aus dem Grundschullehramtsstudium setzen sich interaktiv, perspektivvernetzend und reflexiv mittels der Produktion von Lego-Stop-Motion-Filmen mit ihren Vorerfahrungen und deren theoretische/wissenschaftlichen Transfer zu Kindheitspädagogik, Lehrerpersönlichkeiten und didaktischen Modellen auseinander und erweitern dabei spielerisch ihre digitalitätsbezogenen Kompetenzen..

Projektpartnerinnen:

Prof.in Dr.in Nina Dunker
Wanda Möller
Beate Gierschner
Josephine Wegner

zum IGSP

„Carpe animatum“

Animierte Erklärvideos selbst produzieren

Beschreibung:

Mit dem Tandemprojekt „carpe animatum“ werden Lehrende und Studierende eingeladen, den Nutzen von Erklärvideos auszuprobieren, um relevante Lerninhalte innovativ aufzubereiten. Die Videos sind für Studierende unbegrenzt wiederhol- und abrufbar, umso auch komplexe Themen, welche kurz und anschaulich dargestellt werden, nachhaltig zugänglich zu machen. Zudem lernen sie wichtige technische Kompetenzen und Softskills kennen, die sie optimal auf die digitale Arbeitswelt vorbereiten. Um Teilnehmende zu gewinnen, wird mittels Social Media und über E-Mail-Verteiler fakultätsübergreifend über das Angebot informiert. In dieser Bewerbung des Projekts wird auch ein Tutorial enthalten sein, welches vorstellt, wie ein Erklärvideo produziert wird.

Projektpartner*innen:

Christine Bach
Dr. Martin Setzkorn
Tino Arnhold

zum ZfE

Digitale Wirbelsäulenchirurgie

Maßgeschneiderte Schraubentrajektorien für komplexe Eingriffe an der Wirbelsäule studentengerecht visualisiert

Bildnachweis: Brainlab Plaungssoftware

Beschreibung:

Ziel der komplexen Wirbelsäulenchirurgie ist die Stabilisierung der Wirbelsäule z. B. nach Frakturen, Tumoren oder Verschleiß mit Titanschrauben. Das hierdurch überbrückte Wirbelsäulensegment ist nicht mehr belastet und kann ausheilen. Die Planung der Schraubenanlage erfordert viel Erfahrung und eine gute dreidimensionale Vorstellungskraft welche im klassischen Studentenunterricht nur bedingt vermittelbar ist. Das beantragte Projekt sieht den Kauf einer Software vor, die es dem Dozenten ermöglicht, unseren Studenten diese komplexen Techniken im Sinne einer Mixed-Virtual-Reality Darstellung näherzubringen.

Projektpartner:

Dr. med. Daniel Dubinski M.Sc.
Privatdozent Dr. med. Dr. med. habil. Florian Geßler
Dr. med. Patrick Gahr

zur Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie
zur Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

Auf dem Weg zur digitalen Kompetenz

Open-DIGI Module am ISB

Bildnachweis: Bilddatenbank der Universität Rostock

Beschreibung:

Das Projekt "Auf dem Weg zur digitalen Kompetenz": Open-DIGI Module am ISB" erzielt die Entwicklung innovativer Open-Access-Module zur Förderung digitaler Kompetenzen in der Lehre des ISB. Das hier vorgestellte Teilprojekt konzentriert sich auf den Bereich des Suchens und Filterns digitaler Inhalte. Thematisch werden im hier beantragten Modul 3 Bausteine entwickelt: (a) Datenbanken, (b) Suchbegriffe und Schlagworte und (c) Filterkriterien und Operatoren die Studierende dabei unterstützen zu beantworten, wie man online relevante Literatur für eine Forschungsfrage findet.

Projektpartner*innen:

Charlott Rubach
Franziska Heyden

zum Institut für Schulpädagogik und Bildungsforschung 

Interaktives Reflexionsportfolio für die zukunftsfähige Lehre

Bildnachweis: Bilddatenbank der Universität Rostock

Beschreibung:

Das Vorhaben zielt auf die Erstellung, Anwendung und Evaluierung eines interaktiven Reflexionsportfolios für die zukunftsfähige Lehre. Es basiert auf dem professionsorientierten Kompetenzmodell für die zukunftsfähige Lehre1 und kann von Hochschullehrenden, Hochschuldidaktier*innen und Lehramtsstudierenden genutzt werden. Es dient der Reflexion über Kompetenzen, Wissens- und Anwendungsdimensionen, die Ebene der professionellen pädagogischen Haltung und Future Skills, die für Lehrtätigkeiten notwendig sind. In diesem Projekt soll es am IGSP getestet und evaluiert werden, um für weitere Institute oder Bereiche nutzbar gemacht zu werden.

Projektpartner*innen:

Wanda Möller (IGSP, PHF)
Johanna Beutin (IGSP, PHF)
Dr. Stefan Blumenthal (IGSP, PHF)
Prof. Dr. Nina Dunker (IGSP, PHF)

zum IGSP
zur PHF

"Skilledmedic"

Bildnachweis: Bilddatenbank der Universität Rostock

Beschreibung:

Mit der Bereitstellung einer Plattform für videobasiertes Lernen klinischer Untersuchungstechniken von Studenten und für Studenten kann es gelingen, evidenzbasiert praktische Fähigkeiten angehender Ärzte durch geschulte Tutoren einem Publikum auf Augenhöhe zugänglich zu machen, dass sich nicht auf die Größe eines Patientenzimmers beschränkt.

Projektpartnerinnen:

Lorenz Reuter
Maximilian Reichert
Camie Eggert
Lina-Marie Terhardt

zur UMR

Virtuelles Labor für die Lehre des Tragverhaltens von großen Betonbauteilen im Bauwesen - VLABB

Bildnachweis: Bilddatenbank der Universität Rostock

Beschreibung:

Lernen im Bauingenieurwesen zeichnet sich durch Experimentieren und praktische Anwendung aus. Dieses virtuelle Labor ermöglicht es Lehrern, Belastungstests von Betonbauteilen bis zum Versagen und im Nachrisszustand zu zeigen, um den Studierenden eine bessere Veranschaulichung und damit ein höheres Lernverständnis des Betontragverhaltens zu vermitteln. Prüfkörpern und Belastungssituationen werden mithilfe der dreidimensionalen nichtlinearen Finite-Elemente-Analyse (FEA) simuliert, wobei Kraft-Weg-Kurven und fotorealistische digitale Videos der sich verformenden und gerissenen Probe erzeugt werden.

Projektpartner*innen:

Prof. Dr. Dipl. Dipl. Ing. Panagiotis Spyridis
Alhussain Yousef

zur Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät 

Torben Bjarne Wolff | Erfahrungen über die digitale Lehre

Beschreibung:

Digitale Lehre bedeutet für mich einerseits eine (bessere) Förderung des selbstorganisierten Lernens und Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen, wodurch ich mithilfe digitaler Werkzeuge meine Lehre an Universität und Schule facettenreicher gestalten und mehr aktive Phasen in Präsenz ermöglichen kann. Anderseits stehen wir Lehrende im Spannungsfeld zwischen normativen Ansprüchen von einem selbst sowie von außen, beständigen Elementen und dem Einfluss neuartiger Entwicklungen. Der Umgang mit diesem Spannungsfeld sollte gelernt sein, weswegen ich meine Erfahrungendamit teilen möchte.

Projektpartner:

Torben Bjarne Wolff

zur ZLB UR
zur IEF

Nina Dunker | Online lernen im Dialog

Entwicklung einer Flipped Classroom Vorlesung im Sachunterricht

Beschreibung:

Im Zuge von gesellschaftlichen Veränderungen ist auch die Hochschulbildung von tiefgreifenden Umbrüchen betroffen. Die Vorlesung „Wissenschaftliche Bildung und Forschung im Sachunterricht“ möchte diesen gerecht werden und die Lehr- und Lerngestaltung an diese Veränderungen anpassen, indem sie ein innovatives Format für die VL anbietet. Studierende des Sachunterrichts setzen sich in diesem Rahmen mit Methoden wie der Erstellung eines Podcast sowie Blogbeiträgen vertiefend mit theoretischen Inhalten aus dem Sachunterricht auseinander und tauschen sich in gemeinsamen Synopsen erfahrungsbasiert im Stil des Flipped Classrooms bzw. Inverted Classrooms aus, um (auch) ihre digitalitätsbezogenen Kompetenzen zu erweitern.

Projektpartner:

Prof.in Dr.in Nina Dunker IGSP

zum IGSP

Martine Birne | Kollegiale Fallberatung im Onlineformat

Vorlesung im Sachunterricht

Beschreibung:

Für die Anbahnung eines Transfers theoretischer Grundlagen in einen konkreten Praxisbezug, eignet sich im Lehramtsstudium die Methode der kollegialen Fallberatung. Studierende des Sachunterrichts wenden mit dieser Methode theoretisches Wissen auf einen konkreten Fall an, tauschen sich in Online-Besprechungsformaten aus, reflektieren ihre Erkenntnisse gemeinsam auf einem kollaborativen digitalen Whiteboard und vertiefen so ihr Verständnis der theoretischen Inhalte der Vorlesung.

Projektpartner*innen:

Martina Birne 

zum IGSP

Lorenz Reuter und Kolleg:innen | "Skilledmedic"

Beschreibung:

Mit der Bereitstellung einer Plattform für videobasiertes Lernen klinischer Untersuchungstechniken von Studenten und für Studenten kann es gelingen, evidenzbasiert praktische Fähigkeiten angehender Ärzte durch geschulte Tutoren einem Publikum auf Augenhöhe zugänglich zu machen, dass sich nicht auf die Größe eines Patientenzimmers beschränkt.

Projektpartnerinnen:

Lorenz Reuter
Maximilian Reichert
Camie Eggert
Lina-Marie Terhardt

zur UMR

Nancy Mezzio | Digital language immersion, interaction, and production

Integrativer Einsatz filmischer Formate im modernen Fremdsprachenunterricht

Beschreibung:

Im Rahmen des Projektes werden integrative Fremdsprachenlehrmethoden für den schulischen Kontexten entwickelt, die auf der Verwendung von (Kurz-)Videos, (Spiel-)Filmen und weiteren digitalen Medien basieren. Dabei wird angestrebt, anhand filmisch-digitaler Räume, kreative Unterrichtswege der Spracherleichterung und der (inter-)kulturellen Sprachvermittlung zu schaffen.

Projektpartner*innen:

Nancy Mezzio

zur PHF
zum IAA

ELITE

Erweitertes Lehrangebot und innovative Thermodynamik-E-Lectures

Bildnachweis: Bilddatenbank der Universität Rostock

Beschreibung:

Das Projekt „ELITE“ zielt darauf ab, E-Lectures zu entwickeln, welche die thermodynamischen Grundlagen für Prozesse der erneuerbaren Energien aufzeigen. Ziel ist es, sowohl Studierende als auch die breite Öffentlichkeit mit den Grundlagen und Anwendungen vertraut zu machen. Die Videos werden gemeinsam mit Studierenden erstellt und sollen auf einem hohen didaktischen und technischen Niveau produziert werden.

Projektpartner*innen:

Prof. Karsten Müller, Finn Börje Wesemeyer

VimEx

Visualisierung mechanischer Experimente

Bildnachweis: Bilddatenbank der Universität Rostock

Beschreibung:

In der Mechanik, welche die Grundlage vieler Ingenieursdisziplinen ist, spielt das Experiment als Visualisierung wesentlicher Zusammenhänge eine wesentliche Rolle. Experimente fördern das Abstraktions- und Vorstellungsvermögen der Studierenden gerade bei einem so anspruchsvollen Thema wie der Mechanik. Ein großer Nachteil von Experimenten ist, dass sie nur wenige Minuten während der Lehrveranstaltung sichtbar sind. Im Vorhaben VimEx wollen Lehrstühle des Maschinenbaus und des Bauingenieurwesens diese digitalisieren und so den Studierenden dauerhaft und asynchron zur Verfügung stellen.

Projektpartner*innen:

Prof. Dr. János Zierath, Prof. Dr. Volkmar Zabel, Prof. Dr. Philipp Weißgraeber, Dr. Lars Radtke, Dr. Patrick Mutschler

Bereitstellung digitaler Ressourcen

Das Angebot an unterrichtspraktischen E-Ressourcen an der UB konnte im Zeitraum 2022–2026 signifikant erhöht werden. Besonders hilfreiche Medien wurden als Beschaffungshighlights zusammengefasst und den Nutzer:innen direkt kommuniziert.

Verstetigte Weiterbildungsangebote

Evaluative Begleitforschung

Beiträge und Berichte für und über das Projekt

Ministerin Martin: Chance, Lehre und Lernen besser zu machen

Wie kann die Digitalisierung die Lehre an den Hochschulen verbessern? Welche Erleichterungen kann sie für Studierende und Dozenten bringen? Welche Technik ist hilfreich? Mit insgesamt 8,8 Mio. Euro fördert die Landesregierung im Programm „Digitale Lehre“ Vorhaben der Hochschulen, die zum Ziel haben, digitale Techniken und Anwendungen erfolgreich im Studienalltag zu etablieren.

„Mit dem Geld können die Hochschulen ihre Konzepte umsetzen und herausfinden, welche Schritte den notwendigen Mehrwert bringen. Die Digitalisierung bringt viele Möglichkeiten mit sich, von denen sich die Hochschulen diejenigen zu eigen machen müssen, die sie wirklich weiterbringen. Geräte, Tools, Apps und Online-Services sind kein Selbstzweck, sondern müssen Lehre und Lernen besser machen. Dann werden aus Möglichkeiten Chancen, und die wollen wir nutzen“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin.

Die entsprechenden Zuweisungsbescheide werden in diesen Tagen an die Hochschulen verschickt, die sich mit einem Antrag um Förderung aus dem Programm beworben hatten:

Universität Rostock – Projekt „Digitale Lehre an der Universität Rostock“ 

Das übergeordnete Ziel dieses vom Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung zusammen mit der Universitätsbibliothek getragenen Projekts ist die Entwicklung und Erprobung digitaler Lehr- und Lernkonzepte und Module mit dem Schwerpunkt Lehrerbildung. Es sollen digitale Fachkonzepte im Mittelpunkt stehen, um die medienpädagogische Kompetenz von Lehrenden und Studierenden zu erhöhen. Diese Konzepte sind hochschulübergreifend angelegt und auch auf Nicht-Lehramtsstudiengänge übertragbar. (Fördersumme: 1.660.000 Euro)

Universität Greifswald – acht Einzelvorhaben

Die insgesamt acht Projekte reichen von wissenschaftstheoretischen Fragestellungen bis hin zu hochschuldidaktischen  Anwendungen in einzelnen Fächern, darunter Literaturwissenschaft,  Fremdsprachen,  Biowissenschaften und Pharmazie. Die folgenden Anträge haben einen starken Bezug zur Lehrerbildung und ergänzen damit die Arbeit der vorgesehenen Juniorprofessur sowie den Rostocker Antrag: „Using Gamification to Teach Literary Texts“ und „DIGITAL LEHREN – Kompetenzaufbau durch fakultäts- und phasenübergreifende Medienbildung im Lehramtsstudium“. (1.660.000 Euro)

Hochschule für Musik und Theater Rostock – Projekt „Aufbau und Etablierung einer digitalen Lehr-Lern-Umgebung für Kunst, Wissenschaft und Pädagogik“

Die Hochschule für Musik und Theater beabsichtigt, mit den Mitteln einen Anschub für die Digitalisierung der Lehre zu leisten. Das Projekt beinhaltet erste personelle und infrastrukturelle Maßnahmen ergriffen. (500.000 Euro)

Hochschule Neubrandenburg – Projekt zur Schaffung dauerhaft optimaler Lehrumgebungen durch Kombination klassischer, digitaler, individueller und kooperativer Elemente

Das Projekt legt den Fokus auf zwei Ziele; zum einen, dauerhaft optimale Voraussetzungen für exzellentes Lehren und Lernen zu schaffen, zum anderen, Lehrinhalte zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Das Vorhaben umfasst sowohl die Schaffung modernisierter technischer Voraussetzungen als auch die curricular-didaktische Arbeit mit Mitteln der Digitalisierung. (1.660.000 Euro) 

Hochschule Stralsund – 13 Einzelvorhaben

Die insgesamt 13 Projekte richten sich sowohl auf die erforderliche digital-technische Ertüchtigung als auch auf fachliche und didaktische Innovationen in den Ingenieurwissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften und im Fremdsprachenerwerb. Exemplarisch werden genannt: „Eine ‚Virtuelle Maschine‘ für jeden Studenten“, „Digital Innovation Lab“ „Lernfabrik Industrie 4.0“, „Projektmanagement – Digital“, „Digitale Medien im Fremdsprachenunterricht“. (1.660.000 Euro)

Hochschule Wismar – Projekte „Virtuelles Labor“, „Digitale Lehrunterstützung“ und „Digitale Prüfungen“

Die drei ineinandergreifenden Teilprojekte legen einen Schwerpunkt auf die technische Ausstattung. Auf der Basis einer modernen Lehrinfrastruktur soll die digitale Lehrunterstützung die Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden verbessern/erleichtern. Das „studium digitale“ mündet in den Einsatz digitaler Instrumente zur effektiveren und effizienteren „Erledigung“ der Prüfungen, indem es den Lehrenden ein modernes Instrument zum Aufbau einer Prüfungsbibliothek zur Verfügung stellt. (1.660.000 Euro)

Die Zuweisungen erfolgen aus Mitteln des Hochschulpaktes. Das Programm ist Teil der Digitalen Agenda der Landesregierung. Über die jeweilige Förderung hat eine gemeinsame Jury des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung entschieden.

Ab Juli 2019 wird ein gemeinsames Kooperationsprojekt des landesweiten Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) und der Universitätsbibliothek Rostock (UB) zur digitalen Lehre an der Universität Rostock für fünf Jahre mit einem Betrag von 1,66 Millionen Euro durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Ziel des Kooperationsprojektes ist die Entwicklung und die Anwendung digitaler Lehr- und Lernkonzepte mit dem Schwerpunkt Lehrerbildung. Dazu werden digitale Fachkonzepte entwickelt, die fachübergreifend in Studium und Referendariat angewendet werden sollen und schließlich auch auf Studiengänge außerhalb des Lehramtsbereichs übertragen werden können. Um das Projektziel zu erreichen, sollen Hochschullehrer weitergebildet, innovative Lernkonzepte weiterentwickelt und die digitale Lehre in der Lehrerbildung ebenso wie in den Fachwissenschaften gefördert werden.

Das Projekt wird hauptsächlich durch zwei Institutionen getragen: Das landesweite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) und die Universitätsbibliothek Rostock (UB). Neue Wege werden vor allem dadurch beschritten, dass die digitalen Medien erstmals für Lehramts-Referendarinnen und Referendare des gesamten Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie deren Ausbildern nutzbar gemacht werden sollen. Hierfür zeichnet sich das ZLB verantwortlich. Aufgabe der Universitätsbibliothek ist es insbesondere, die digitalen Medien zu beschaffen, zur Verfügung zu stellen und den Umgang mit ihnen zu vermitteln. Eine zentrale Rolle spielen dabei Datenbanken zur Unterrichtsvorbereitung. Auch die Einrichtung von Lernlaboren zur Erprobung der digitalen Lern-Medien ist an der Universitätsbibliothek geplant.

Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat sich bei einem Besuch an der Universität Rostock über den Stand der Umsetzung des Landesprogramms „Digitale Lehre“ informiert. Das landesweite Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) und die Universitätsbibliothek Rostock erhalten 1,66 Mio. Euro für die Entwicklung und Erprobung digitaler Lehr- und Lernkonzepte sowie Module mit dem Schwerpunkt Lehrerbildung. Das Förderprogramm „Digitale Lehre“ ist Teil der Digitalen Agenda der Landesregierung. Insgesamt stehen für die Hochschulen 8,8 Mio. Euro zur Verfügung. 

„Digitalisierung spielt heute auch bei der Lehre eine wichtige Rolle“, betonte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Wir unterstützen die Hochschulen, damit sie ihre Konzepte umsetzen und herausfinden, welche Schritte den notwendigen Mehrwert bringen. Das Förderprogramm hat Anschubcharakter. Das Projekt von ZLB und Universitätsbibliothek ist ambitioniert. Es bietet die Chance, die Lehrerbildungsbibliothek weiterzuentwickeln und die Bestände einem noch größeren Kreis zugänglich zu machen. Ich freue mich sehr, dass die Lehrerbildung Vorreiter in der Umsetzung von digitalen Projekten sein will, von denen auch andere Studiengänge profitieren sollen“, sagte Martin. 

Im Mittelpunkt des Projektes stehen digitale Fachkonzepte, um die medienpädagogische Kompetenz von Lehrenden und Studierenden zu erhöhen. Das ZLB und die Universitätsbibliothek wollen einen virtuellen Campus aufbauen. Für die Einbindung digitaler Tools in die Lehre ist es zudem notwendig, die Nutzung freier Unterrichts- und Informationsmaterialien zu verbessern bzw. überhaupt zu ermöglichen. Dabei sollen bereits vorhandene Materialien für Studierende, Referendarinnen und Referendare sowie für Lehrkräfte, die an der Ausbildung von angehenden Lehrerinnen und Lehrern beteiligt sind, verfügbar gemacht werden. Eine Kooperation mit den beiden Juniorprofessuren für Medienpädagogik ist vorgesehen.

Die Corona-Pandemie sorgt allerorten für große Einschränkungen, aber auch für neue Lösungen und kreatives Umdenken – so auch in der universitären Lehre an der Universität Rostock. Digitale Lehre ist einigen Dozierenden und Studierenden schon lange geläufig, doch für viele andere wiederum ein neues Terrain. Daher starten das Kooperationsprojekt „Digitale Lehre an der Universität Rostock“ des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung sowie der Universitätsbibliothek Rostock zum Beginn des Sommersemesters mit der digitalen Informationsplattform „Rostocker Online Campus“.

„Wir wollen gemeinsam digitale Lehre sichtbar machen hier auf dem Rostocker Onlinecampus“, beschreibt Emanuel Nestler, einer der Initiatoren und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt, das Vorhaben. Der Einstieg in die Website gelingt intuitiv über eigene Fragen. Hilfesuchende finden hier Vorschläge zur inhaltlichen Gestaltung, zu didaktischen Vorüberlegungen und technischer Umsetzung von digitaler Lehre. Darüber hinaus sind Good-Practice-Beispiele, Weiterbildungen und Ansprechpartnerinnen und -partner zu finden. Professorin Carolin Retzlaff-Fürst, Leiterin des Projektes, resümiert: „Es ist trotz aller Einschränkung und Ungewissheit eine spannende Zeit für die Digitalisierung der Hochschullehre. Unserem Projekt kommt durch die Konsequenzen der Corona-Pandemie eine größere Rolle zu als erwartet. Diese Herausforderung nehmen wir aber gern an. Da in kurzer Zeit sehr viel umgestaltet werden muss, hat das Projektteam mit den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern schnelle und tragfähige Lösungen gefunden.“ 

Zwar startet das Sommersemester 2020 als Online-Semester in Form des Distance Learning, dennoch wird die Universität Rostock eine Präsenzuniversität bleiben. Die angesichts der Corona-Pandemie derzeit entwickelten Lösungen im E-Learning sollen auch künftig zur Qualitätsentwicklung in der Hochschullehre dienen. 

https://www.roc.uni-rostock.de 

An der Universität Rostock gibt es seit längerer Zeit gute Erfahrungen in der digitalen Didaktik. Als Beispiel dafür steht das erfolgreiche Juniorstudium, das künftig um das Orientierungsstudium erweitert werden soll. Auf Anregung von Universitäts-Rektor Professor Wolfgang Schareck wurden in der Corona-Krise vier Arbeitsgruppen gebildet, die mit dem Projekt „Digitale Lehre an der Universität Rostock“ kooperieren. Hier entstand vor etwa zwei Wochen, also zu Beginn des Sommersemesters, die digitale Informationsplattform „Rostocker Online Campus“, kurz ROC. Geleitet wird das Projekt von Professorin Carolin Retzlaff-Fürst, Direktorin des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung. „Es ist eine sinnvolle Vernetzung vorhandener Strukturen zur Unterstützung aller Lehrenden der Universität Rostock“, betont der Rektor. 

Die Corona-Pandemie sorge so auch für neue Lösungen und kreatives Umdenken in der universitären Lehre an der Universität Rostock. Die Plattform sei eine Hilfestellung für die Lehrenden, betont Professorin Retzlaff-Fürst. Digitale Lehre solle auf dem Rostocker Onlinecampus sichtbar gemacht werden. Es sei eine spannende Zeit für die Digitalisierung der Hochschullehre. „Wir entwickeln Angebote auf der Plattform, auf der man sich trifft“, betont die Professorin.

Aber welche Erfahrungen machen die Lehrenden an der Uni Rostock mit dieser neuen Plattform? 

Dr. Peter Danielis (37) arbeitet momentan in einer Vertretungsprofessur am Lehrstuhl für Verteiltes Hochleistungsrechnen an dem Institut für Informatik der Universität Rostock. Er ist auf den Rostocker Onlinecampus aufmerksam geworden und findet dieses Informationsportal, wie er sagt, sehr hilfreich, um gemeinsam digitale Lehre an der Universität Rostock zu entwickeln. Wie seine Kolleginnen und Kollegen hat er seine Lehre durch die aktuelle Situation im Sommersemester 2020 auf Online-Lehre umgestellt. „Nachdem ich schon im Wintersemester 2019/20 gelegentlich einzelne Teilnehmer einer meiner Vorlesungen per Videokonferenz live dazu geschaltet habe, gestaltet sich der Beginn dieses Sommersemesters nun vollständig digital“, berichtet Danielis. Was ihm bisher nach seinen Worten sehr geholfen hat, ist einerseits seine Erfahrung mit verschiedenen Videokonferenzsystemen in seiner Tätigkeit als Consultant für IT-Security, die er bis letztes Jahr im August ausübte. Andererseits hilft ihm auch das Wissen, das er in seinem Hochschuldidaktikkurs erworben hat. Dr. Danielis fertigt für die Studierenden seiner Vorlesung Powerpoint-Folien mit Lernzielen, dem inhaltlichen Hauptteil sowie Abschlussfragen für die Ergebnissicherung an; soweit nichts Neues. Jetzt zeichnet er aber zusätzlich Erklärungen zu den Vorlesungen auf, in dem er die Folien bespricht und die mit Audioaufnahmen kommentierten Folien den Studierenden als Video auf Stud.IP zur Verfügung stellt. Darüber hinaus empfiehlt er für jedes Vorlesungsvideo ein Datum, bis zu dem die jeweilige Vorlesung durchgearbeitet werden sollte, um den Studierenden ihre Planung zu erleichtern. Zusätzlich gibt es auf Stud.IP ein Forum zur Diskussion von Fragen. „Der direkte Draht über E-Mail zu mir ist natürlich auch weiterhin möglich“, so Danielis. Praktische Programmierprojekte in kleineren Studierendengruppen sowie die Betreuung von Abschlussarbeiten von Studierenden führt Dr. Danielis mit weiteren Kollegen live über Videokonferenzen durch und hat bisher gute Erfahrung damit gemacht. „Sogar ein digitales Whiteboard steht uns da zur Verfügung, wir können unseren Bildschirm teilen und so können wir gut gemeinsam Ideen skizzieren und teilen“, erzählt Dr. Danielis. Er sieht die derzeitige Situation als Herausforderung, aber auch als Chance, um die digitale Lehre voranzubringen. „Man wird hierdurch Erfahrungen sammeln und sich in Zukunft noch verbessern können“.  

Den Rektor freut es, dass der komplett digitale Online-Semesterstart und die Zusammenführung von digitaler Didaktik, Technik sowie Dokumentation trotz anfänglicher Kapazitätsengpässe an der Universität Rostock gelungen ist. Dabei hat nicht jeder gleich gejubelt.

Die Erfahrungen von Professor Ulf Karsten vom Institut für Biowissenschaften mit der Online-Lehre sind „etwas durchsetzt“, wie er selbst sagt. Die Informationen via Rostocker Onlinecampus seien sehr hilfreich, betont der Forscher. „Viele gute Tipps für einen Online Muffel wie mich“, zwinkert er. Das System BigBlueButton (BBB) unter Stud.IP sei einfach zu verstehen. „Ganz prima. Die Praxis zu Beginn zeigte aber, dass das System ab 9 Uhr – meine erste OnlineVorlesung – hoffnungslos überlastet war und es zu einem Zusammenbruch kam. Nach drei gescheiterten Versuchen dann der Abbruch. Am Dienstag dann Beginn ab 8:30 Uhr, Dateien verkleinert, und bis ca. 9 Uhr eine gelungene Veranstaltung mit dankbaren Studierenden. Ab 9 Uhr wieder Zusammenbruch des Systems. Mittwoch und Donnerstag Verlegung der Vorlesung auf 7:30 Uhr – alles perfekt – 30 Studierende, viele Fragen, sehr gute Kommunikation. Ich denke, alle waren zufrieden“, resümieret Professor Karsten. Mittlerweile habe das IT- und Medienzentrum der Universität mehr Serverkapazität für BBB zur Verfügung gestellt. „BBB – wenn es funktioniert – hat mich überzeugt, und die Studierenden sind richtig dankbar mal wieder Kontakt zu einem Dozenten gehabt zu haben.“

ROCinare – Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung bietet Webinare zur digitalen Lehre 

Die Schließung der Universität Rostock im März 2020 und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Lehrveranstaltungen des Sommersemesters 2020 haben alle, Lehrende wie Lernende, vor große Herausforderungen gestellt. Im Rahmen des am Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung ansässigen kooperativen Projektes „Digitale Lehre an der Universität Rostock“ erstellten die Projektmitarbeiter die Homepage „Tools für die digitale Lehre“ als schnelles und kurzfristiges Unterstützungsangebot.

Um konkret auf die aktuellen Bedarfe für das laufende Sommersemester eingehen zu können, wurde im zweiten Schritt eine Umfrage initiiert. Insgesamt nahmen daran 239 Mitarbeitende und 1.569 Studierende teil. Der Schwerpunkt der Befragung lag auf den Herausforderungen, die die komplette Umstellung der hochschulischen Lehre auf digitale Formate mit sich bringt. Aus den erhobenen Daten wurden Schlussfolgerungen abgeleitet und zusammen mit der Hochschuldidaktik, der Wissenschaftlichen Weiterbildung und externen Expertinnen und Experten erste Empfehlungen zu nächsten Handlungsschritten gegeben. Die Empfehlungen verstehen sich als Diskussionsbeitrag zur Weiterentwicklung der digitalen Lehre. Den gesamten Bericht können Sie auf der Homepage des ZLB einsehen.

Zentrale Ergebnisse sind: Die Bewältigung der aktuellen Situation um die Coronakrise ist mit großem Abstand das angestrebte Ziel der Mitarbeitenden und Studierenden der Universität Rostock. Dabei wird Stud.IP als bekannte Lernplattform favorisiert. Sowohl Studierende als auch Mitarbeitende benötigen dazu entsprechend ausgestattete Arbeitsplätze und ein leistungsfähiges Internet. Beide Akteursgruppen beschreiben sich bezüglich des Einsatzes digitaler Medien als relativ kompetent und geben an, dass ausreichende zeitliche Ressourcen und die Nutzung von Unterstützungsangeboten und Onlinehilfen das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten erhöhen.

Wie zu erwarten, wurde ein großer Bedarf an Schulungen, Weiterbildungen und best-practice-Beispielen deutlich. Um darauf sofort zu reagieren, wurde, neben anderen aktuellen Weiterbildungsangeboten, die Veranstaltung „ROCinar – Didaktik und Tools zur digitalen Lehre an der Universität Rostock“ konzipiert. Ergänzend zur Informationsseite des Rostocker Onlinecampus, die zügig entworfen und online gestellt wurde, geht es in den ROCinaren darum, Tools, Tipps und Tricks zur digitalen Lehre online in Webinaren sowie auf der Lernplattform Stud.IP kennen zu lernen und praktisch zu erproben. Schwerpunkte sind die Betreuung der Studierenden mit digitalen Medien, digitale Kommunikation und Kooperation und, entsprechend der didaktischen Entscheidungen, die richtige Auswahl von Lernmethoden und Tools. Das wöchentliche Webinar (gekoppelt mit der Onlinesprechstunde) über jeweils ca. 1,5 Stunden, wird am Montagnachmittag via Adobe Connect von den Projektmitarbeitern des Projekts „Digitale Lehre an der Universität Rostock“ angeboten. Vertiefend gibt es eine Lehrveranstaltung in Stud.IP. Nähere Informationen zu den „ROCinaren“ finden Sie ebenfalls auf  der Homepage des Rostocker Onlinecampus.

Ostsee Anzeiger vom 16.05.2020, S. 4 (15. Jahrgang, Nr. 20)

Vor dem Hintergrund der erfreulichen Entwicklung des Infektionsgeschehens in Mecklenburg-Vorpommern haben sich die Wissenschaftsministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Bettina Martin und die Rektorinnen und Rektoren der Hochschulen auf Rahmenbedingungen für die Durchführung des Wintersemesters 2020/2021 unter Beachtung der dann jeweils geltenden Abstandsregeln und Hygienevorschriften des Robert-Koch-Instituts geeinigt. 

Über die Präsenzlehre hinaus bietet die Universität Rostock im kommenden Wintersemester innovative digitale Lehr- und Lernformate an, die von den Dozierenden in der Zeit der Coronakrise mit großem Engagement im Rahmen des Rostock Online Campus (ROC) entwickelt worden sind. Beibehalten wird, was sich bewährt hat und zur Sicherung bzw. Steigerung der Qualität des Studiums geeignet ist. Auch hybride Lehrformate werden weiterhin genutzt, soweit die Gewährleistung des Gesundheitsschutzes dies erfordert.

„Wegen der niedrigen Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern können wir für das Wintersemester 2020/2021 wieder einen weitestgehenden Präsenzbetrieb planen. Das ist eine gute Nachricht für alle, die schon jetzt in Mecklenburg-Vorpommern studieren oder sich für ein Studium bei uns entscheiden“, hält Ministerin Martin fest.

Der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck, ergänzt: „Auch das Gesundheitsamt gibt uns grünes Licht für die sukzessive Aufhebung der Beschränkungen. Die Universität Rostock hat neben der bewährten Präsenzlehre, einem überdurchschnittlich guten Betreuungsverhältnis nun auch vielfältige digitale Formate zur individuellen Unterstützung der Lehre zu bieten. Und das alles bei einem hohen Freizeitwert der Hanse- und Universitätsstadt Rostock mit dem nahem Ostseestrand“.