Reflexive Praxisphasen und Schulnetzwerk

Herzlich willkommen auf der Homepage des Projektbereichs "Reflexive Praxisphasen und Schulnetzwerk" des Projekts LEHREN in M-V. Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationenüber die in Zusammenarbeit von ZLB, Universität Rostock, Universität Greifswald, Hochschule Neubrandenburg und Hochschule für Musik und Theater geplanten, durchgeführten und evaluierten Maßnahmen.

Inhalte

Inhalte

Im Projektbereich Reflexive Praxisphasen & Schulnetzwerk sind folgende Teilprojekte der lehrerbildenden Hochschulen in der zweiten Förderphase zur Verbesserung des Praxisbezuges beteiligt:

Uni Rostock:  Gestaltung von Schulischen Übergangsstellen im Primarbereich, Theorie- und praxisbezogene Lehr-Lern-Arrangements (TPL) sowie neu im Verbund das Teilprojekt Reflexion und Achtsamkeit in Schule, Betrieb und Gesellschaft (ReflexA SBG), das im Lehramt für Berufliche Bildung/Wirtschaftspädagogik verortet ist.

hmt:  Praxisphasen Orientierend Begleiten, Praxisjahr Schule (PrOBe)

HS Neubrandenburg:  Inklusionswirkstatt-MV

Uni Greifswald: Semesterbegleitender reflexiver Praxistag und Peer Mentoring im Schulpraktikum I

Trotz des unterschiedlichen Arbeitstandes und der Bandreite an Praxisbezügen in den einzelnen Teilprojekten sind die inhaltlichen Schwerpunkte in der Anpassung & Optimierung einzelner Praxisphasen hinsichtlich der Praktikumsanforderungen und der Praktikumsstruktur sowie im Aufbau,  weiteren  Ausbau und der Pflege eines Kooperationsnetzwerks ausgewählter pädagogischer Einrichtungen und Schulen zu sehen.

Die Schwerpunkte sind hier unterschiedlich gewichtet und reichen von der Gestaltung semesterbegleitender & -übergreifender Praxisphasen über Peer-Mentoring-Ansätze und Mentoring-Konzepte bis hin zur Schulentwicklungsberatung, ressourcenorientierten Zusammenarbeit an Beruflichen Schulen und der Konzipierung von Weiterbildungsangeboten für die Region über den Arbeitskreis Schule & Wirtschaft.

Ziele

Ziele

  • Vertiefung & Systematisierung der positiv evaluierten semesterübergreifenden Peer-Coaching-Ansätze und damit eine verstärkte Ausrichtung auf Team- & Tandemarbeit in inklusiven Settings
  • Einarbeitung der Untersuchungsergebnisse in die Neugestaltung von Praxismodulen
  • Implementierung der spezifischen Theorie-Praxis-Settings in die Prüfungs- und Studienordnungen; insbesondere nach der Evaluation der theorie-praxisbezogenen Lehr-Lern-Arrangements (TPL)
  • Weiterentwicklung des reflexiven Peer-Mentoring-Ansatzes & Überprüfung von Möglichkeiten zur Übertragung auf die 2. Phase der Lehrerbildung
  • Ausweitung der Studierenden-Tandems (u.a. auf andere Lehramtsstudiengänge & weiterführende Praxisphasen)
  • Vertiefung der Kooperation zwischen den Bildungswissenschaften, Fachdidaktiken & Fachwissenschaften
Realisierung

Realisierung

Das Teilprojekt ReflexA SBG setzt sich mit der Entwicklung der Reflexionsfähigkeit von zukünftigen und aktuellen Lehrkräften in der beruflichen Bildung auseinander. Im Rahmen des Projekts setzen sich die Studierenden des Studienganges Wirtschaftspädagogik in ihren Praxisphasen aktiv mit der Entwicklung der eigenen Reflexionskompetenz auseinander. Die dazu notwendigen Grundlagen werden ihnen im Verlauf eines im Projekt entwickelten (Teil-)Moduls vermittelt. Hierbei wird besonders auf die Entwicklung der Kompetenzen im Bereich der strukturellen Reflexion, der Selbstreflexion und der Achtsamkeit im Schulalltag abgezielt.

Das entwickelte (Teil-) Modul soll so gestaltet werden, dass es für alle Phasen der Lehrerbildung einsetzbar ist und unter bestimmten Voraussetzungen auch für andere Akteure der beruflichen Bildung geöffnet werden kann.

Durch die digitale Umsetzung verschiedener Modulinhalte soll eine Teilnahme von Lehrkräften aus ländlichen Regionen und die Vernetzung verschiedener Akteure der Lehrerbildung vorangetrieben werden

Im Teilprojekt Gestaltung von schulischen Übergangsstellen im Primarbereich erfolgt auf der Datengrundlage der Erhebungen zum universitären Theorie-Praxis-Modul „Übergänge im sprachlichen Unterricht der Grundschule“ (obligatorisches zweisemestriges Modul im LA GS) eine zweite Erhebung, und zwar im Praxisfeld. Diese Teilstudie ist als qualitative und quantitative Erhebung an den Einrichtungen des obligatorischen Praktikums (Kita, Regionalschule) konzipiert und wird – analog der ersten Teilstudie bei Studierenden – nun die Gruppe der Mentor/innen bezüglich der Übergangsthematik hinsichtlich der drei Indikatoren untersuchen: (1) Einstellungen und Überzeugungen, (2) berufsbezogene Kompetenzen, (3) Kommunikation und Kooperation. Beide Teilstudien werden anschließend zur Gestaltung eines mit dem Praxisfeld abgestimmten Theorie-Praxis-Moduls zusammengeführt. Daraus resultiert eine Neubeschreibung des Moduls mit entsprechenden inhaltlichen Veränderungen sowie einer Anpassung der Modulprüfungs- und Praktikumsanforderungen.

Im Teilprojekt Semesterbegleitender reflexiver Praxistag und Peer Mentoring im Schulpraktikum I wird insbesondere die in der ersten Förderphase positiv beforschte Ressource der Peer-Begleitung auf weitere Praxisfelder ausgedehnt. Diese soll sich auch im Portfolio – als Reflexions- und Dokumentationsinstrument aller Praxisphasen - verstärkt abbilden und ebenfalls für Studierende im Block-Praxisformat adaptiert werden. Hierfür erfolgt eine engere Vernetzung mit der Digitalisierung in der Lehre sowie mit weiteren Praxisphasen. Die Befunde zum reflexiven semesterbegleitenden Schulpraktikum fließen gegenwärtig in die Konzeption des deutsch-polnischen Studiengangs sowie in das Lehramt an Grundschulen ein.

Im Rahmen der theorie-praxisbezogenen Lehr-Lern-Arrangements (TPL) konnten Universität Rostock und Partnerschulen gewinnbringend zusammengeführt werden. So sind schuljahresübergreifende Kooperationen entstanden, in denen Studierende reguläre Ganztagsangebote der Schulen zur individuellen Förderung, zu außerunterrichtlichen Lernzeiten und fachbezogenen Lehrangeboten im ganzen Schuljahr anbieten. Die Studierenden leisten dadurch einen spürbaren Beitrag zum schulischen Lernen und Entwicklungsprozessen der Partnerschulen. Die Kooperation wird forschend begleitet. Eine geplante Datenerhebung in sechs Studierendengruppen fand statt. Ziel ist es, die differenzierte Lern- und Teilnahmemotivation in theoretischen, praxisvorbereitenden und praktischen Lehrveranstaltungen als Indikator für den Lernerfolg in theorie-praxis-verzahnten Lehrveranstaltungen zu ermitteln.

Projektbereichsleitung

Projektbereichsleitung

Universität Greifswald: Prof.in Dr.in Dr.in Diana Raufelder (Elternzeit)

Universität Greifswald: Dr.in Frances Hoferichter (Vertretung)

Forschungsvorhaben

Forschungsvorhaben

  • Im Rahmen des ReflexA Projektes soll erforscht werden, inwieweit die Reflexionsfähigkeit von Lehrkräften in der beruflichen Bildung Auswirkungen auf Lehrergesundheit, Schulentwicklung und –innovation sowie die Rolle des Lehrers in der Schule haben kann. Hierfür werden erste empirische Ergebnisse im Rahmen der Praxisphasen im Studium der Wirtschaftspädagogik erhoben.
  • Im Rahmen der Gestaltung von schulischen Übergangsstellen im Primarbereich erfolgt die Auswertung und Dokumentation der Forschungsergebnisse in einer zusammenfassenden Darstellung durch Janett Launhardt als verantwortlicher Projektmitarbeiterin.
  • Im Rahmen der theorie-praxisbezogenen Lehr-Lern-Arrangements (TPL) forschtChristian Taszarek, Universität Rostock/Schulpädagogik zum Einfluss von Praxisphasen auf die Teilnahme- und Lernmotivation Lehramtsstudierender in bildungswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen [Arbeitstitel] (Betreuer: Prof. Dr. Falk Radisch)
Veröffentlichungen

Veröffentlichungen

Mückel, Wenke (Hrg.) (in Vorb.): Fachliche Übergänge im Deutschunterricht. Baltmannsweiler: Schneider.

Die 1. Förderphase des Projektbereichs