Ergebnisbericht 2020 für das Projekt „LEHREN in M-V“

Hier finden Sie den Ergebnisbericht 2020 für das Projekt „LEHREN in M-V“, der auf 10 Seiten übersichtlich erste Ergebnisse der 2. Förderphase darstellt. Zum Handlungsfeld "Qualitätsverbesserung des Praxisbezuges" wird u.a. auf die Entwicklung der Qualifizierung von Mentor*innen und die Reflexiven Praxisphasen sowie Schulnetzwerke eingegangen. Zum Handlunsgfeld "Orientierung der Lehrer*innenbildung an den Anforderungen der Heterogenität und Inklusion" werden u.a. Maßnahmen zum Umgang mit Heterogenität in verschiedenen Fachdidaktiken und der Schulpädagogik vorgestellt.


5. überregionale Verbundtagung am 16.03.2021

im Rahmen des BMBF-Projektes „LEHREN in M-V – LEHRer*innenbildung reformierEN in M-V“ (Qualitätsoffensive Lehrerbildung)

Am 16. März 2021 fand die 5. überregionale Verbundtagung im Rahmen des BMBF-Projektes „LEHREN in M-V – LEHRer*innenbildung reformierEN in M-V“ (Qualitätsoffensive Lehrerbildung) statt. Veranstaltet wurde die digitale Tagung, die von rund 80 Teilnehmenden besucht wurde, vom landesweiten Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB).

Die Projektleiterin Frau Prof.in Dr.in Carolin Retzlaff-Fürst eröffnet die Verbundtagung

Das Ziel der Veranstaltung war es, Interessierte über die Ergebnisse der einzelnen Projektbereiche sowie der Projektunterstützenden Maßnahmen des Projektjahres zu informieren und einen Austausch mit sowie unter den Akteur*innen zu ermöglichen. So begaben sich Projektmitarbeitende mit weiteren Lehrerbildner*innen, Vertreter*innen des Ministeriums und interessierten Studierenden der beteiligten Hochschulen zum Thema „Nachhaltige Strukturentwicklung, Transferstrategien und -entwicklung“ in einen intensiven Austausch. Zusätzlich stellte das Jahr 2020 auch die Projektarbeit vor besondere Herausforderungen rund um das Thema Corona, vom Ausfall öffentlichkeitswirksamer Formate und eingeschränkter Möglichkeiten der Netzwerk- und Kooperationsarbeit über die Herausforderungen der Kommunikation auf anderen Wegen. Die Verbundtagung griff aus diesem Anlass das Thema „Projektarbeit in Zeiten von Corona“ einfassend auf und diskutierte die aktuellen Herausforderungen und Chancen für die Projekte.

Keynote 1 „Transfer und Nachhaltigkeit in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ - Einblicke der Programmevaluation" – Julia Tölle (Ramboll, Berlin – Projektmanagerin der Evaluation der Qualitätsoffensive Lehrerbildung)

Die Power-Point-Folien der Keynote 1 sind hier herunterladbar.

Wir weisen Sie darauf hin, dass der Mitschnitt der Keynote urheberrechtlich geschützt ist und nicht kommerzielle Zwecke genutzt werden darf.

Keynote 2 : „Was bleibt? – Anmerkungen zu Vernetzung, Transfer und Nachhaltigkeit in Projekten der Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ – Prof. Dr. Axel Gehrmann (TU Dresden - Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung - ZLSB)

Die Power-Point-Folien der Keynote 2 sind hier herunterladbar.

Wir weisen Sie darauf hin, dass der Mitschnitt der Keynote urheberrechtlich geschützt ist und nicht kommerzielle Zwecke genutzt werden darf.

Der öffentliche Teil der Verbundtagung begann um 10 Uhr mit ein paar eröffnenden Worten der Projektleiterin Frau Prof.in Carolin Retzlaff-Fürst. Im Anschluss daran folgten die Grußworte von Bettina Martin (Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes M-V) sowie der Prorektor*innen für Studium und Lehre der beteiligten Hochschulen: Prof. Dr. Patrick Kaeding (Prorektor für Studium, Lehre und Evaluation der Universität Rostock), Prof. Dr. Steffen Fleßa (Prorektor für Studium, Lehre, Weiterbildung, Satzungsangelegenheiten der Universität Greifswald), Prof.in Dagmar Gatz (Prorektorin für Studium, Forschung und Lehre der Hochschule für Musik und Theater Rostock), Prof.in Dr.in Barbara Bräutigam (Prorektorin für Studium, Lehre, Weiterbildung und Evaluation der Hochschule Neubrandenburg). In zwei Keynotes wurde der Themenschwerpunkt „Transfer und Nachhaltigkeit“ aufgegriffen und der Frage nachgegangen, wie Projektergebnisse nachhaltig verankert werden können. Frau Julia Tölle (Ramboll, Berlin – Projektmanagerin der Evaluation der Qualitätsoffensive Lehrerbildung) führte zum Thema„Transfer und Nachhaltigkeit in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ - Einblicke der  Programmevaluation" aus. Prof. Dr. Axel Gehrmann (TU Dresden - Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung - ZLSB) sprach zum Thema „Was bleibt? – Anmerkungen zu Vernetzung, Transfer und Nachhaltigkeit in Projekten der Qualitätsoffensive Lehrerbildung“. Jeweils nach den Keynotes wurde in einem digitalen Podium diskutiert. 

Verbundtagung am 16.03.2021 - die Akteur*innen des Projektes (Ausschnitt) tauschten sich im internen Teil zu den Themen der Verbundtagung aus

Nach der musikalisch begleiteten Mittagspause (Dorothea Fründt und Jacob Eckert von der Hochschule für Musik und Theater Rostock), wurde am Nachmittag der Stand zur Umsetzung des Gesamtprojektes und der einzelnen Teilprojekte vorgestellt.

Projektbereich 1:Mentor*innenqualifizierung (Referenten: Emanuel Nestler und Maximilian Piotraschke)

Projektbereich 2: Reflexive Praxisphasen und Schulnetzwerk(Referentin: Prof.in Dr.in Frances Hoferichter)

Projektbereich 3: Inklusive Lern-Lehr-Prozesse in heterogenen Lerngruppen (Referent*innen: Stefanie Granzow und Daniel Rühlow)

Projektbereich 4: Innovationsbereiche der Forschungs- und Entwicklungsstelle LEHREN, Räume für eine phasenübergreifende Professionalisierung (Referent*innen: Prof. Dr. Christoph Perleth und Eileen Hage)

Projektunterstützende Maßnahme: Graduiertenschule Lehrer*innenbildung (Referentin: Dr. Uta Ziegler)

In den Präsentationen stellten die einzelnen Projektbereiche ihre Ergebnisse und Ansätze zu deren nachhaltiger Verankerung in unterschiedlichster Form vor und berichteten auch von den Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit im Kontext der Corona-Pandemie. In ihren Beiträgen wurde deutlich, dass für eine nachhaltige Verankerung von Projektergebnissen und einen Transfer in die Praxis, der Aufbau und die Festigung vertiefter Kooperations- und Netzwerkstrukturen notwendig ist. Auch die weitere Pilotierung, Durchführung und Evaluation der Maßnahmen sei ein wichtiger Aspekt nebst der Verstetigung und Implementierung der Einrichtungen und Maßnahmen. Zudem werde ein Transfer der ausgearbeiteten und positiv evaluierten Inhalte in die Curricula der Lehrer*innenausbildung sowie die wissenschaftliche Dissemination in analogen sowie digitalen Publikationsformaten angestrebt.

Als aktuelle Herausforderung der Projektarbeit im Kontext der Corona-Pandemie wurde hervorgehoben, dass Datenerhebungen und –auswertungen, z.B.  in der Schule oder im Zusammenhang mit schulischen Akteur*innen, nur eingeschränkt oder gar nicht vorgenommen werden konnten. Dabei zeigte sich ebenfalls, dass Verzögerungen bzw. Streichungen von Fortbildungen, von Erprobungen sowie von Evaluationen ein aktuelles Thema darstellen. Auch die Einschränkungen im Zuge der Doppelbelastung von Homeoffice und Kinderbetreuung wurden diskutiert. In diesem Kontext beschäftigte besonders die Frage, inwiefern die Pandemie (Stress, veränderte Rahmenbedingungen von Datenerhebungen und Arbeitsformen) die Studienergebnisse konfundiert? Insgesamt wurde die Projektarbeit in Zeiten von Corona beschrieben, als „eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie, was als Nächstes kommt" (Projektbereich 2 frei nach "Forrest Gump"). Dennoch wurden auch Chancen der Projektarbeit in Zeiten von Corona aufgezeigt. Etwa durch zeitsparende und spontanere digitale Vernetzung- und Austauschmöglichkeiten. Die digitalen Formate von Weiterbildungen und Treffen bieten zudem die Möglichkeit, ortunabhängig an Veranstaltungen teilzunehmen und den Ausbau von digitalen Kontakten sowie Netzwerken zu erleichtern. Zudem haben die Projektmitarbeitenden im vergangenen Jahr eine Stärkung der eigenen und der Medienkompetenz von Projektpartner*innen durch digitale Lehr- und Lernangebote wahrgenommen.

Für Gäste und Akteur*innen bestand auch hier die Möglichkeit, an den Diskussionen teilzunehmen und sich interessengeleitet auszutauschen. Der öffentliche Teil der Verbundtagung endete um 15Uhr. Im Anschluss an den öffentlichen Teil wurden in einem internen Teil die thematischen Schwerpunkte der Verbundtagung Projektbereichsübergreifend in Breakout-Sessions diskutiert und ein Ausblick auf den kommenden Fachtag gegeben, der das Thema der Gelingensbedingungen aufgreifen wird. Der interne Teil endete um ca. 16Uhr. Insgesamt konnten die Erwartungen der Teilnehmer*innen an die Teilnahme an der Verbundtagung von Vernetzung, Austausch und Information erfüllt werden.

Weitere Informationen zum Projekt LEHREN in M-V der bundesweiten Qualitätsoffensive Lehrerbildung sind hier zu finden:

Bundesseite: https://www.qualitaetsoffensive-lehrerbildung.de/de/projekte-56.php

Projektseite: https://www.zlb.uni-rostock.de/qualitaetsoffensive-lehrerbildung/projekt-im-ueberblick/allgemeine-informationen/

Das Verbundprojekt LEHREN in M-V aller Lehrer*innenbildenden Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. (FKZ 01JA1914A)

TV- und Radio-Beiträge zur Verbundtagung

Über die Verbundtagung wurde am 16.03.2021 im Nordmagazin des NDR in der Sendung um 19.30Uhr berichtet. Den Beitrag können Sie bis zum 23.03.2021 in der NDR.de-Mediathek unter folgendem Link aufrufen: www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/Lehren-in-MV-Lehrerausbildung-soll-verbessert-werden,nordmagazin83148.html  

Zudem wurde die Verbundtagung im Beitrag „Bessere Lehrerausbildung in MV“ am 16.03.2021 im Programm des Radiosenders NDR 1 Radio MV thematisiert. Der Mitschnitt des Beitrages wurde uns freundlicherweise vom NDR zur Verfügung gestellt. Wir weisen Sie darauf hin, dass der Mitschnitt des Beitrages urheberrechtlich geschützt ist und nicht kommerzielle Zwecke genutzt werden darf.


Auf die Lernbegleitung kommt es an!

Neue Veröffentlichung mit Beiträgen aus der Mentor*innenqualifizierung

02. Juni 2020

Der Sammelband „Auf die Lernbegleitung kommt es an!“ ist erschienen, u.a. mit Beiträgen aus der unserem landesweiten Verbundprojekt LEHREN in M-V. Darüber hinaus steht der Sammelband als Open-Access-Dokument über pedocs zur Verfügung. Unter dem angegeben Link finden Sie weiter unten auch die Links zu den Einzelbeiträgen, die auch jeweils über eine eigene DOI verfügen.

Link zum Dokument:

https://www.pedocs.de/frontdoor.php?source_opus=20069&la=de#start


LEHREN in M-V auf der Netzwerktagung

Vom 19.-20.11.2019 fand die Netzwerktagung der bundesweiten Qualitätsoffensive Lehrerbildung in Bonn statt. Rund 230 Projektmitarbeitende begaben sich mit Partner*innen der zweiten und dritten Phase und Vertreter*innen von Bund und Ländern zum Thema „Vernetzung und Kohärenz“ in einen intensiven Austausch.

Im Eröffnungsteil der Tagung wurde der neue Filmbeitrag der Qualitätsoffensive Lehrerbildung präsentiert. In der anschließenden Podiumsdiskussion war das Projekt LEHREN in M-V durch Frau Dr. Queren vertreten, sie ist Schulleiterin der Evangelischen Schule Dettmansdorf und Projektpartnerin für die Mentor*innenqualifizierung. In ihren Beiträgen wurde deutlich, welche vielfältigen positiven Effekte die Mentor*innenqualifizierung für alle Beteiligten haben kann. Die Lehrer*innen an den Schulen werden in ihrer Betreuungskompetenz gestärkt, erhalten zugleich Einblick in neue pädagogische, fachliche und fachdidaktische Themen und können ebenso forschungsrelevante Themen aus der Schulpraxis in die Universität zurückspielen. Die Schulen können durch die Maßnahmen verstärkt Kontakte zu potentiellem Nachwuchs aufbauen. Von wissenschaftlicher Seite können die Professionalisierungsprozesse sowohl angehender als auch bereits tätiger Lehrkräfte begleitet und neue Forschungsergebnisse zum Kompetenzaufbau gewonnen werden.

Im weiteren Verlauf der Tagung wurden verschiedene Aspekte zu den Schwerpunkten Vernetzung und Kohärenz in Foren und einem Bar Camp weiter diskutiert. Dabei zeigte sich, dass die Herausforderungen der Institutionalisierung der Lehrer*innenbildung derzeit für alle Projekte, neben den standortspezifischen Besonderheiten, ein aktuelles Thema darstellt. Besonders hinsichtlich der durch die Qualitätsoffensive geschaffenen Strukturen und Netzwerke stellt sich die Frage, welcher Bedingungen es für eine Verstetigung respektive Institutionalisierung bedarf.

Das Ziel der Veranstaltung, das Verständnis für die Fragestellungen und Arbeitsweisen aller an Studium, Lehre und (hoch)schulischer Organisationsentwicklung beteiligten Akteure zu stärken und die Vernetzung zu befördern, wurde für die Teilnehmenden erreicht. Gleichwohl haben sich viele weitere Fragen aufgetan, die nun in den Projekten und in nächsten Vernetzungstreffen weiterbearbeitet werden.

Aktuelle Informationen zur bundesweiten Qualitätsoffensive Lehrerbildung finden Sie unter https://www.qualitaetsoffensive-lehrerbildung.de/index.php


LEHREN in M-V im Film

Seit November 2019 ist der neue Filmbeitrag der Qualitätsoffensive Lehrerbildung veröffentlicht. Darin zeigen Projekte aus Tübingen, Oldenburg und Mecklenburg-Vorpommern wie sie Kohärenz, Praxisbezug und Transfer umsetzen. Die entwickelten Maßnahmen wirken dabei in alle Bezugsdisziplinen und Phasen der Lehrerbildung hinein. Wie der Austausch und Wissenstransfer zwischen Hochschulen, Schulen und Institutionen der zweiten Phase der Lehrkräftebildung gestärkt werden kann, stellt das Verbundprojekt "Lehren in M-V" am Beispiel der Mentor*innenqualifizierung der Universitäten Rostock und Greifswald sowie der Hochschule für Musik und Theater Rostock vor. Bei dem bereits im Newsletter beschriebenen Fortbildungsangebot können sich Lehrkräfte zu Mentor*innen für Studierende qualifizieren.

Die vorgestellten Maßnahmen sollen als Ideengeber und gute Beispiele auch über die geförderten Hochschulen hinaus wirken und alle lehrerbildenden Akteure zum Austausch anregen.

Unter folgendem Link kann der neue Film angesehen werden:

https://www.qualitaetsoffensive-lehrerbildung.de/de/qlb-film-mehr-kohaerenz-mehr-praxisbezug-mehr-transfer---neue-konturen-in-der-2226.html